Xtro II - Die zweite Begegnung


‘Part Alien. Part Predator. All Terror.’


Originaltitel: Xtro II: The Second Encounter (1990)
Regie: Harry Bromley Davenport Drehbuch: John A. Curtis, Edward Kovach, Stephen Lister & Robert Smith
Darsteller: Jan-Michael Vincent, Paul Koslo, Tara Buckman FSK: 18


“Bereit machen zum Final Countdown!“

Dadadaadaaa, dadadadadaaa, dadadadaaa, dadadadadadadaaa dadadaa, dadadadadadadadaadaaaa!

"Sir, würden sie sich
bitte entfernen. Das
Etablissement wird in 3
Minuten geschlossen!"
’tschuldigung, das ist ein Reflex. Gehört auch gar nicht hier her, schließlich geht’s bei ’Xtro 2’ um ein strenggeheimes Forschungsprojekt der Amerikaner (ja wir denken dasselbe: Grönländische Wissenschaftler wären mal eine Abwechslung gewesen. Aber wat will man machen?).
Beim sogenannten Nexus-Projekt geht es um das Reisen zwischen der Erde und einer unbekannten Parallelwelt, in welche drei Forscher zu Beginn des Filmen, also nach dem angesprochenen Final Countdown reisen und erst einmal verschollen bleiben. Zur Untersützung wird also Dr. Shepherd (nee, nicht der aus dem Krankenhaus, sondern Jan Michael Vincent) herbeigepfiffen, der angeblich schon einmal einen Trip in die andere Dimension gewagt hat (und das ist keine Anspielung auf irgendwelche Drogen). Kaum ist Shepherd angekommen, da taucht einer der verschollenen Forscher schwer verwundet wieder auf und muss erst einmal ins Bettchen. Kaum eingenickt schlüpft auch schon ein Alien aus der Heimkehrerin und beginnt, zu unbestimmter Größe heranzuwachsen.

“Im Großen und Ganzen ist es eine Lebensform, die Appetit auf menschliche Wesen hat.“

Ergreifende Action in
blau ausgeleuchteten Sets
Ja, da wär auch ein Blinder mit’m Krückstock draufgekommen, denn eher früher als später nimmt ’Xtro 2’ die ausgelutschte ’Monster-jagt-Menschen-im-abgeschotteten- Komplex’-Routine auf und das bedeutet Rennereien durch dunkle Korridore, Klettereien durch Luftschächte, ein Hauch Mutation und hanebüchenes SciFi-Sprech (“Einstiegrückhol- koordination auf Maximum!“).
Als Protagonisten dienen uns ein paar gesichtslos wandelnde Wissenschaftler-Klischees unter der verkniffenen Führung von Jan Michael Vincent (’Straße der Verdammnis’), ein schleimig tropfendes Monster, das zwar ganz nett animiert ist, dessen Design aber genauso ’Aliens’ (bzw dem Vorgänger) geklaut wurde, wie die Zigarre kauenden Marine-Machos mit dicken Wummen in Steadycam-Halterungen. Hab ich schon erwähnt, dass ’Xtro 2’ ganz und gar nichts mit dem skurillen Vorgänger zu tun hat und dass Jan Michael Vincent zu Beginn eine total doofe Hornbrille trägt? Nein, gut, denn das sind faszinierende Fakten, die niemanden interessieren dürften.

"Ich geb mal schnell den Selbstzerstörungs-Code ein.
Drei Sekunden sollten reichen."

Fazit: Alles nur geklaut und gestohlen, nur gezogen und geraubt. Und wenn ich mich bei einem Fazit auf dieses Niveau herabbegebe, könnt ihr wissen, dass die Warnung ernst zu nehmen ist.


Hudson