Xtro


‘Some extra-terrestrials aren't friendly.’


Originaltitel: Xtro (1983) Regie: Harry Bromley Davenport Drehbuch: Harry Bromley Davenport, Iain Cassie, Michel Parry & Robert Smith
Darsteller: Philip Sayer, Bernice Stegers, Danny Brainin FSK: ungeprüft


It came from behind the Gartenzaun

Eben noch am Spielen mit dem Sohnemann im Vorgarten, wird Sam Phillips Zeuge einer merkwürdigen Naturerscheinung und verschwindet von der Erdoberfläche ins Nichts. Außerirdische sind die Übeltäter. Sie ’bearbeiten’ Sam und in Form eines glitschigen Kreatur-Furunkels kehrt er zur Erde zurück, um zuerst ein paar Leute zu töten und schließlich eine ahnungslose Frau zu schwängern. Wartet ab, es kommt noch beser! Die Nacht darauf kraucht eine Art Klon von Sam, der auch dessen altes Antlitz trägt aus dem Geburtskanal jener Frau und stellt sich am darauffolgenden Tag als Heimkehrer bei seiner Familie vor. Sams Frau Rachel ist nach drei Jahren längst wieder liiert und ihr neuer Freund Joe ist natürlich wenig begeistert von Sams Anwesenheit. Ganz anders dessen Sohn Tony, der sowieso immer an die Rückkehr seines Vaters geglaubt hat und sich nie richtig mit Joe anfreunden konnte. Rachel lässt ihren verschollen geglaubten Mann für unbestimmte Zeit in ihre Wohnung ziehen. Ein folgenschwerer Fehler. Das Wesen Sam zieht den kleinen Tony in seinen Bann und verleiht ihm durch die Injezierung außerirdischer Gene wundersame Kräfte. Bald steht das ganze Haus auf dem Kopf und die Nachbarschaft schrumpft…

Alien Olympics. Heute: Krebsgang rückwärts mit Kopp nach vorn!

Mein Gott, Walther.
’Xtro’ schafft mich. Ein Wunder, dass ein solch kruder Film seiner Zeit in den Kinos erfolgreich war. Nicht, dass wir es hier mit einer billigen Schrott-Farce zu tun hätten, aber ein bissel Farce hat’s schon, wenn Alien Daddy aus dem Bauch einer Frau gekrochen kommt und später einen leuchtenden Brummkreisel zum Schweben bringt, während sein Sohn einen Spielzeug-Clown zum Killer-Liliput dingsbumst. Dabei trifft eigenwillige Synthie-Musik auf aufdringlich absonderliche Gore-FX, was die durch und durch verschrobene Atmosphäre nur noch untermauert. Unter den Schauspielern finden sich zwar keine Stars oder Ausnahmetalente, doch die gereizte Beziehung zwischen den drei erwachsenen Protagonisten komplettiert die absurde Story und trägt außerdem zur Spannung bei. Das Ende ließ mich schließlich komplett baff zurück.

Papiertüte benötigt, Kinderkopfgröße.

Fazit: Eine effektreiche, fiese und reichlich absurde Antwort auf ’E.T.’ (auch wenn ich bezweifle, dass ’E.T.’ jemals eine derartige ’Frage’ gestellt hat). Xtro kann was. Aber um zu kapieren ’was genau’, muss man den Film schon selber sehen.



PS: Es gibt anscheinend zwei unterschiedliche Enden. Einmal das obskure, das auf meinem Tape (PolyGram) zu sehen war und ein Holzhammer-artiges ’Shock-Ending’ (das wohl u.a. die DVD ziert).


Hudson