Witchcraft



Originaltitel: Witchery (1988)
Regie: Fabrizio Laurenti Drehbuch: Harry Spalding & Daniele Stroppa
Darsteller: David Hasselhoff, Linda Blair, Catherine Hickland FSK: 18


Linda Blair und David Hasselhoff in einem Film? Das muss gefeiert werden.
Holt den Kindersekt aus dem Kühlschrank, mengt etwas Baldrian dazu und macht es euch bequem.

Erinnert sich noch jemand
an den 'Heißen Stuhl'?
("Bleiben sie dran! Ich zähl auf sie.")
Auf einer einsamen Insel in den stürmischen Wellen des Nordatlantik steht ein altes Herrenhaus, in dem der Geist einer ollen Hexen (Hildegard Knef) umherwandert und nach frischem Jungfrauenblut lechzt. Da kommen ihr Linda (Catherine Hickland) und Fotograf Gary (The Hoff), die auf der Insel parapsychologische Untersuchungen anstellen wollen, gerade gelegen. Linda ist nämlich noch Jungfrau und egal wie oft Gary darum bettelt, endlich mit ihr in die Falle hüpfen zu dürfen (ziemlich oft); sie lehnt stets dankend ab. Als die eigentlichen Eigentümer des Hauses (Mama, Papa, Blair und Kind) samt Makler überraschend auftauchen, überschlagen sich die Ereignisse. Nachdem ihr Boot wie von Geisterhand ablegt und sie auf dem Eiland zurücklässt, plagen die Hausgäste erst merkwürdige Erscheinungen, dann grausame Spukattentate. Werden sie die Nacht überleben und vor allem: Kommt Gary noch zum Schuss?

Hoff im Handgemänge
Ach du Schröck, ’Witchcraft’ hat echt alles (besessenes Haus, Voodoo, Hexerei, Freaks im Keller, Blutsuppe, the Blair, the Hoff, the Knef, the Trash) und verwurstet diese Menge zu einer spektakulär schlechten Horror-Mär, die man eigentlich niemandem anbieten dürfte. Amüsant sind immerhin ein paar Szenen, in der zB. einer ollen Schwiegermutter die Lippen zugenäht werden oder Menschen in ein Dimensionsportal geschlonzt werden, was mittels roter Zeichentrickkreisel und wild winkender Darstellern präsentiert wird.
Hildegard Knef schleicht bedrückt und hunzlig durch die brüchigen Sets und blitzdingst mit einem diamantenen Edelstein in der Gegend herum. David Hasselhoff gibt zwar einige der peinlich-schmissigen Moves aus seinen Musik-Videos zum Besten (y’know what I mean?) und ist allgemein recht ’Crazy for Love’, bringt dank Hoffschem Charme (ich nenn’s mal so) das ansonsten eher maue Casting-Karussell noch am ehesten in Schwung. Linda Blair darf mal wieder die ’Besessene’ spielen. Das ist die Verdammnis des Typecastings.
Immerhin wurde auch an Randgruppen gedacht. Anstelle eines alten Mannes, darf hier ein kleines Mädchen im Rollstuhl das berühmte “Geht nicht zu diesem Ort!“ von der Lippe fallen lassen.

David & Linda: Looking for the Friseur

Fazit: Die x-te Version des ’This House Possessed’-Themas bringt nichts neues in den Hexenkessel und dürfte selbst hartgesottene Trash-Fans nur peripher tangieren.


Hudson