Witchboard 3 – Gate to Hell


‘Bad to the Bone’


Originaltitel: Witchboard III: The Possession (1995)
Regie: Peter Svatek Drehbuch: Jon Ezrine & Kevin Tenney
Darsteller: David Nerman, Elizabeth Lambert, Cedric Smith FSK: 18


’Witchboard’ die dritte. Gab es wirklich noch mehr Geschichten aus dem ollen Hexenbrett herauszuholen? Die unerwartete Antwort lautet: Joa.

"Spiegelei, Spieglein
anne Wand, ick wünsch
mir herbei alle Trash-
Monster im Land!"
Börsen-Broker Brian ist Pleite. Da kommt es gelegen, dass sein Nachbar Francis ihn in das Geheimnis des alten Ouija-Boards einweiht, welches den Kontakt mit der Totenwelt herstellen kann. Und siehe da, die Toten können nicht nur spukige Geschichten erzählen und nachts unter Betten poltern, sondern auch die Aktienkurse an der Wallstreet vorhersagen. Am nächsten Tag ist Brian um eine beträchtliche Geldsumme reicher und um einen Nachbar ärmer. Francis stürzt sich vom Balkon und überlässt Brian das Ouija-Board, das dieser bald auch alleine benutzt. Großer Fehler, denn der Geist, mit dem er Kontakt aufnimmt, ist nicht etwa der freundliche Casper, sondern ein Dämon, der nur eins im Sinn hat: Fortpflanzung. Kurzerhand wird Brians Seele von ihm in einen Spiegel gebannt und dessen Körper übernommen. Brians Freundin Julie ahnt zunächst nichts, doch als sich ihr Herzallerliebster immer seltsamer verhält und die ersten Toten auftauchen, kommt sie dem Spuk auf die Spur…

Das geht doch aber sicher
noch'n bisschen besser, oder?
Wer hätte gedacht, dass sich die ’Witchboard’-Saga noch dem dünnen Teil Zwei nochmal fängt. Ich als letzter! Aber ich muss gestehen, dass der Abschluss der Trilogie, wenn auch kein Horror-Glanzlicht, zumindest als ’recht gelungen’ bezeichnet werden kann.
Das liegt zuerst einmal daran, dass man sich die Mühe machte, doch noch etwas neues aus der Idee um das Hexenbrett herauszuholen. Dafür mitverantwortlich war Kevin Tunney, der erneut das Drehbuch schrieb, die Regie aber an Peter Svatek (’Hemoglobin’) abgab. Der inszenierte den Spuk routiniert und nimmt sich in Punkto Optik Tunneys Kamera-Spielereien aus den Vorgängern zum Vorbild. Auch in die Effekte wurde mehr investiert. So gibt es (für 1995) recht ansprechende CGI-Morph-Animationen und sogar ein nettes Gummi-Monster (immer gut!).
Die Schauspieler sind nicht ganz so symphatisch, wie jene aus Teil Eins. Das mag aber im Auge des Betrachters liegen, denn die hier fallen in die Katergorie geleckte Neunziger-Jahre-Gestalten und damit habe ich rein optisch ein kleines Problem. Trotzdem sind ihre Leistungen solide, da hat man im Horror-Fach schon viel, viel schlimmeres erleben müssen.

PERFEKT!

Fazit: ’Witchboard 3’ mag ein typischer Videotitel aus den unteren Regalen sein, kann aber über die Laufzeit von 90 Minuten Kurzweil, Spannung und Grusel-Unterhaltung vortäuschen. Das mag nicht nach einer Empfehlung klingen, ist aber auch nicht allzu abwertend gemeint. Klassischer Durchschnittshorror halt.



PS: ’Witchboard 2 - Das Tor zur Hölle’ - ’Witchboard 3 - Gate of Hell’?!?
Für wie blöd hält der deutsche Verleih den durchschnittlichen Videokonsumenten eigentlich?

Hudson