Witchboard 2


‘Everyone's dying to play’


Originaltitel: Witchboard 2: The Devil's Doorway (1993)
Regie & Drehbuch: Kevin Tenney
Darsteller: Ami Dolenz, Christopher Michael Moore, Laraine Newman FSK: 16


Das geheimnisvolle Ouija-Board ist wieder da und einmal mehr lässt es die Lebenden mit den Toten Kontakt aufnehmen, um Unheil zu stiften.
Neue Besitzerin des Hexen-Brettes ist die junge Paige (Kurze Zwischenmeldung: Ich denk mir das nicht aus, Leute! Es sind wirklich immer junge Leute in Horror-Filmen unterwegs. Das hat wohl etwas mit der Zielgruppe zu tun. Zur Verteidigung unserer Altvorderen möchte ich mal behauptem, dass wir uns den meisten Mumpitz mit 64 wohl auch nicht mehr geben werden.)

Alles auf Anfang...
Paige ist gerade in ihr neues Appartement eingezogen, hat sich von ihrem nervigen Freund getrennt und setzt sich sogar auf der Arbeit gegen die zickige Kollegin durch. Fehlt eigentlich nur noch eine neue Frisur, um den weiblichen Neuanfang perfekt zu machen. Doch Paige hat keine Zeit, zum Friseur zu gehen, da das neuentdeckte Zauber-Brett ihre Aufmerksamkeit komplett einnimmt. Dadurch tritt sie nämlich in Kontakt mit dem Geist der unlängst verstorbenen Susan, angeblich Opfer eines Mordes. Aber wie wir die spinnerten Geister kennen, war’s wahrscheinlich doch eher ein Unfall beim Glühbirnen wechseln oder Erstickungstod durch eine Cocktailtomate im Hals. Da Paige dummerweise alleine mit dem Board zu Gange ist, (und Kenner des ersten Teils wissen, dass ein solcher Umgang nie gut endet!) kommt, was kommen muss: Böse Dinge geschehen.

Fragt jetzt nicht “Was für böse Dinge?“, denn ihr wisst genau, wovon ich rede. Außerdem hab ich die Situation ja schon in meinem Review zu Teil Eins geklärt und leider muss ich euch mitteilen: ’Witchboard 2’ = ’Wicthboard’ minus the good parts.

...alle am Ende
Teil 2 kopiert das Gröbste beim Vorgänger und lutscht dessen Grundidee aus, wie ein Viertklässler die Caprisonne. Wieder junge Frau am Brett, wieder zwei rivalisierende Typen, wieder ein guter Geist, der keiner ist. Statt glaubhafter Darsteller (die den Erstling zierten) gibt es hier mehr effektreichen Budenzauber. Und auch wenn Kevin Tunney erneut ein paar schicke Steady-Cam-Aufnahmen und an Sam Raimi erinnernde Kamera-Rasereien eingebaut hat, fehlt dem Film einfach die Atmosphäre und den Protagonisten die Chemie, die den Vorgänger noch über den Durchschnitt hoben.

Fazit: ’Wicthboard 2’ ist mehr optisch aufgepepptes Remake, als konsequentes Sequel und lässt die Qualitäten des Vorgängers schmerzlich vermissen. Soviel gab die Idee mit dem ollen Hexen-Brett dann wohl doch nicht her. Teil Drei folgte zwei Jahre später. Das war so klar.

Hudson