Wedlock


‘Trapped in a prison of the future. Betrayed by a woman of his past. Frank Warren is wired to explode.’


Originaltitel: Wedlock (1991)
Regie: Lewis Teague Drehbuch: Broderick Miller
Darsteller: Rutger Hauer, Mimi Rogers, Joan Chen FSK: 16


Das ’Wedlock’, eine elekronische Halskrause, die über einen Entfernungsmesser und eine Sprengladung verfügt, welche explodiert, sollte der Träger zu weit vom ’Partner-Signal’ seines eigenen Locks sein, ist eines dieser beliebten Movie-Gimmicks, das sich in einigen Produktionen (’The Hunter’, ’Running Man’, ’Battle Royale’) bereits bewährt hat. Der Film ’Wedlock’ von 1991 macht das Utensil zum Mittelpunkt und gestaltet sich als Sci-Fi-Version des ’Flucht in Ketten’-Themas.

Und nochmal 15 Jahre
extra für die Frisur
Technik-Experte und Juwelendieb Frank Warren (Rutger Hauer, ’Blinde Wut’) wird von seinem Partner Sam (James Remar, ’Mortal Kombat 2’) und seiner Freundin Noelle (Joan Chen) nach einem großen Coup gelinkt und beinahe umgelegt. Die nächste Station für Frank ist das Camp Holiday, ein gemischtes Nichtraucher-Gefängnis, dessen Insassen durch die sogenannten ’Wedlocks’ gebunden sind. Entfernt sich ein Häftling von seinem Wedlock-Partner weiter als 100 Meter macht es Bumm und die beiden sind vom Hals aufwärts Geschichte. Der Gefängnis-Direktor (Stephen Tobolowsky, ’Memento’) bietet ihm an, die Zeit ’locker’ zu gestalten, wenn Frank ihm verrät, wo die Diamanten stecken. Das tut der neue Häftling natürlich nicht, also wird’s auch nichts aus den lockeren Jahren. Bald hat er die gemeinsten Insassen gegen sich, muss wochenlang in des Films Version des berüchtigten ’Lochs’ verharren und sich mit den Spitzeln des Direx herumschlagen. Als die Insassin Tracy (Mimi Rogers) herausfindet, dass Frank ihr ’Wedlock-Partner’ ist, entschließt sie sich, mit ihm zu fliehen…

Wachen, Wachen
’Wedlock’ ist ein durchschnittlicher Action-Reißer mit Sci-Fi-Touch, der nach einer halbstündigen Aufbereitung oller Gefängnis-Klischees (inklusive Danny Trejo) das Titel-Gimmick leider zu selten nutzt, um rasante Situationen und heikle Verfolgungen auf die Beine zu stellen. Die schlecht getimeten Twists sorgen nicht wirklich für Überraschungen, die Darsteller ergehen sich in gehetzter Rennerei, wobei auch die Sportsfreunde Hauer und Tobolowsky außer dem Sympathiebonus nichts gutgeschrieben bekommen.
Schade eigentlich. Das Potential war da, nur haben Regisseur Lewis Teaugue (’Horror-Alligator’) und sein Autor vergessen, dem Teil die nötige Eigeninitiative zu verpassen, so dass sich ’Wedlock ’ letztendlich nur auf Bestandteile verlässt, die anderen Orts abmontiert wurden.


Nool