Watchers II - Augen des Terrors



Originaltitel: Watchers II (1990)
Regie: Thierry Notz Drehbuch: John D. Brancato, Michael Ferris, Dean R. Koontz
Darsteller: Marc Singer, Tracy Scoggins, Jonathan Farwell FSK: 18


‘Watchers 2’, also. Na wenn’s sein muss…

Die blaue Stunde naht.
Ähnlich wie in Teil eins flüchten nach einem Laborunfall ein superintelligenter Golden Retriever und eine erbarmungslose Killerbestie aus ihren Mad Scientist-Stallungen und hoppeln auf’s freie Feld. Genau so wie in Teil eins (und gewöhnt euch besser gleich mal an diesen ’Wie in Teil eins’-Quatsch!) sind die beiden telepathisch verbunden, was früher oder später jene zu spüren kriegen, die in Kontakt mit dem Golden Retriever (er heißt Einstein) kommen. Zum Beispiel G.I. Paul Ferguson (Marc Singer), der von der Militär-Polizei im Jeep durch die Wüste gekarrt wird. Als Einstein plötzlich auf der Straße steht, gibt es einen Unfall und die Killerbestie (mit Namen Outsider) springt Pauls Begleitern an den Hals. Der Gefangene kann sich in letzte Minute retten und flieht mit Einstein erst einmal zu seiner Exfrau. Die will ihn allerdings nicht lange im Haus behalten und schickt ihn bald wieder in die Wüste. Während Paul allmählich die übernatürliche Intelligenz des Köters begreift, hetzt Outsider ihren Spuren hinterher und hinterlässt ein Blutbad nach dem anderen. Die Behörden vermuten Ferguson hinter den Untaten, doch dieser versucht lediglich Einstein zu seinem Frauchen, der Tierpsychologin Barbara zu bringen…

Gestatten: Onkel Dog.
Er ist so clever, er
kann sogar Bleistifte
in den Mund nehmen!
Na Mensch, das hört sich nicht nur alles so ähnlich an, wie in Teil eins, sondern ist eigentlich genau die gleiche Klitsche. Nur dass eben Corey Haim durch Marc Singer ersetzt wurde, was in meinen Augen schon mal eine deutliche Verbesserung ist. Wo wir schon bei ollen Kamellen sind, muss ich gleich darauf aufmerksam machen, dass das Mutationsmonster ’Outsider’ von dem selben Trash-Gerippe verkörpert wird, das auch schon in ’Good Night Hell’ und ’Crystal Force’ sein Unwesen trieb. So läuft das halt bei Produzent Roger Corman und Regisseur Thierry Notz (“Du Thierry, sach ma, das Kostüm aus ’Good Night Hell… dat is’ doch noch gut oder?“ “Ja, klar, Roger, das haben wir damals im Finale quasi präventiv nur angebrannt und nicht abgebrannt. Das können wir noch nehmen!“)
Ansonsten herrscht Eintönigkeit, unterbrochen von ein paar putzigen Szenen mit Hündchen Einstein (der kann sogar Leitern hinaufsteigen und mit einem Bleistift eine Tastatur bedienen), einem Cameo von Mary Woronov (’Frankensteins Todesrennen’) und einigen blutigen Prankereien. Insgesamt jedoch alles reichlich schludrig hingerotzt, schlecht beleuchtet und von der Stange, aber auch nicht so faulig, dass ich es in eine Kategorie mit ’Crystal Force’ packen könnte. Dennoch ganz klare Abmahnung: Finger weg!

PS: Immerhin gebe ich dem Film einen Punkt für folgende Szene:
Das Monster hat gerade einen Kwik-E-Mart-Ladenbesitzer gemeuchelt und hockt nun (in eine alte Decke ’gekleidet’) inmitten einer Ghetto-Ruine, gleich neben zwei Pennern, von denen einer ihm einen Schluck aus der Pulle anbietet. Monster ’Outsider’ nimmt die Pulle dankend an, leert sie aber bis zum Ansatz, was den Penner erzürnt. Er greift nach einem Teddybär, den das Monster an der Decke zu baumeln hat, woraufhin dieses komplett durchdreht und den Schluckbruder in zwei brennende Tonnen befördert. Gran-di-os doof!


Hudson