Watchers


'Secret experiment, Unstoppable monster, Deadly mistake...'


Originaltitel: Watchers (1988) Regie: Jon Hess Drehbuch: Paul Haggis
Darsteller: Corey Haim , Michael Ironside, Barbara Williams FSK: 18


"Aua! Ich bin auf eine
Kartoffel gefallen!"
Als ein biologisches Forschungs-Laboratorium in die Luft fliegt gelingt zwei Labor-Gezüchten die Flucht: Der Golden Retriever GH3 und ein Wesen namens Oxcom 18, welche beide eine telpathische Verbindung haben. Scheinbar bleiben den Autoritäten 72 Stunden Zeit, bis der Oxcom (bei dem es sich um ein fehlerhaftes Exemplar einer speziell gezüchteten Killerrasse handelt) den Hund und alle die sich in dessen Gegenwart befinden umbringt. Also wird der Spezialist Lem Johnson (Michael Ironside, ’Total Recall’) auf die Sache angesetzt. Der Oxcom hat inzwischen sein erstes Opfer gefunden: Einen Farmer. Dessen Tochter Tracey ist die Freundin des jungen Travis Cornell (80er Bratze Corey Haim, ’The Lost Boys’), dem ’zufälligerweise’ auch der Labor-Hund zugelaufen ist. Der Junge freundet ssich mit dem Hund an, der die wundersame Gabe hat, Menschen zu verstehen und überhaupt hochintelligent zu sein scheint (er kann sogar amerikanische Präsidenten voneinander unterscheiden). Nach viel zu langem ’Sitz! Platz! Hol’s Stöckchen!’ Geplänkel kommt endlich wieder das Monster Oxcom ins Spiel, killt einen Einsiedler, den Hausmeister und den Informatik-Lehrer der Schule, ein paar Teenies und Cops und vernascht deren Augäpfel. Als das Biest auch endlich auf Travis Fährte kommt, flieht dieser mit seiner Mutter und GH3 ins Ungewisse…

Corey Haim mit 'ner Flinte!
Jetzt hab ich alles gesehn...
Na gut, die Story basiert auf einem Buch des amerikanischen Hit-Horror-Autors Dean R. Koontz und wurde vom späteren ’Million Dollar Baby’ Screenwriter Paul Haggis für die Leinwand adaptiert. Besonders originell ist er trotz dieser recht ansehnlichen Credits nicht, trotz der überraschenden Wendungen, die sich ab dem 2. Drittel in den Film schleichen. Vielleicht obliegt es meiner persönlichem Empfindung; doch der Film zieht und zieht sich in die Länge, ohne jemals tatsächliche Spannung oder großartige Unterhaltung zu bieten. Lediglich beim Finale wird das Tempo ein wenig angeschraubt.
Auch die Darsteller sind nicht unbedingt von Leidenschaft getrieben. Michael Ironside spielt die Rolle, welche die meisten Zuschauer bereits aus anderen Filmen von ihm kennen. Corey Haim ist…Corey Haim. Im Gegensatz zu seinem Namensvetter Corey Feldman hat er sein Schicksal in der Versenkung diverser B und C-Streifen meines Erachtens auch verdient. In Nebenrollen sind unter anderem ’Stargate’ General Don S. Davis und ‘Beverly Hills 90210’ Hoschi Jason Priestley zu sehen. Der Score ist nicht erwähnenswert, genau wie die Arbeit der Effektleute, deren Monster wenigstens bis zum Ende im Schatten gelassen wird.

...vergesst was ich gesagt hab!

’Watchers’ ist so durchschnittlich, dass es beinahe weh tut. Dass dieser uninspirierte Horror-Murks, aus der Schmiede von Roger Corman, die Saat für drei Nachfolger legte, ist für mich ebenso unverständlich, wie die Popularität von Corey Haim in den 80ern. Oder um es auch für unsere bayrischen Leser zu verdeutlichen: “Auf ’Watchers’ Watcher wartet a Watschen!“

Hudson