Warrior Queen


‘Unbezähmbar und mächtig!’


Originaltitel: Warrior Queen (1987)
Regie: Chuck Vincent Drehbuch: S.C. Dacy, Rick Marx & Harry Alan Towers
Darsteller: Sybil Danning, Donald Pleasence, Rick Hill FSK: 18


Pompeii, 22. August 79 A.D.

Auf dem Weg in die große Stadt fährt eine Kutsche. Inhalt: Sybil Danning.
Die spielt auch in jedem Scheiß mit!’, denkt man unwillkürlich, da geht’s auch schon los, mit dem Stuss im Römer-Guss. Um zu zeigen, ’whatta tough chick’ sie ist, schickt man ihrer Kutsche ein paar blutrünstige Wegelagerer auf den Hals. Wipe-Out Time! Das Schwert schlitzt, Blut spritzt, Sybill schafft sie alle. In Pompeii angekommen, lernen wir den durchgeknallten Ruler (nicht das ’Lineal’, sondern den ’Herrscher’!) Donald Pleasence kennen, der den lieben langen Tag mit Wein, Weib und wahnsinnigem Geseier verbringt. Nach einer Sklaven-Auktion (hässliche nackte Italiener en masse), in der ein Schwuppi namens Vikto die Hälfte des männlichen Angebots aufkauft, lernt Sybil (die hier übrigens ’Berenice’ heißt. Who cares, it’s Sybill in a roman dress!) den muskulösen, attraktiven und strunzdummen Gladiator Marcus (’Todesjäger’ Rick Hill, brünett frisiert) kennen. Das alles ist aber völlig wumpe, denn in der nächsten (gefühlten) Stunde geht’s hier nur noch dabei. Will sagen: Im ’Haus der Venus’ wird gevögelt bis der Vesuv ausbricht (Archiv-Aufnahmen).

Und alle jetzt: “I've seen better days...“

Meine Fresse…
Bei diesem Möchtegern-’Caligula’-Porno-Sandalen-Katastrophen-Verschnitt mit Schuss (in den Ofen) ist echt alles verloren!

Beispiel 1.)
Während eines Vulkanausbruchs, nimmt sich der schwule Vikto (der fortwährend eine Schnute zieht, als hätte ihm jemand das Milchgeld entwendet) die Zeit, im Hagel der Trümmer einen Nebenbuhler minutenlang locker flockig zu erwürgen.
Beispiel 2.)
Während des selben Ausbruchs stirbt die berühmteste Hure Pompeiis (mit Namen ’Chloe’) einen kunstvollen Tod im Feuer, obwohl die Tür direkt vor ihrer Nase lockt.
Beispiel 3.) Dieser Dialog:
“Wir müssen die Stadt verlassen. Eine Steinsäule weint Tränen, eine Kuh brachte ein Kalb mit Menschenkopf zur Welt!“
“Und gibt sie auch Muttermilch?“

Donnie, go home!

Weitere Faktoren italienischer Blödmannskunst: Eine “…blonde Jungfrau aus Palästina…“, ein tumber Lou Ferrigno Look-a-like und die simple Tatsache, dass Joe D’Amato (’Ator’) hier als Produzent fungiert, was man dem Film von vorn bis hinten ansieht.
Dass die Verantwortlichen ’Autoren’ tatsächlich im Filmgeschäft überlebten und einige Jahre später die ähnlich sexistischen ’Gor’-Filme verfassten, ist schlimm genug. Am allerschlimmsten ist jedoch Hollywood-Altholz Donald Pleasance, der völlig neben der Spur spielt, ein Glanz von Wahnsinn auf der Backe.
Alles in allem ein grausiges Filmerlebnis, das ich einfach im Raum stehen lasse, bis es verwelkt und in die Dielen der Vergessenheit eingezogen ist.



PS: An dieser Stelle möchte ich mal auf den IMDB-Eintrag des Filmes hinweisen. Achtet bitte genau auf die ’Character’-Bezeichnungen der Protagonisten in den ’Cast-Credits’!

Hudson