Godzilla und die Urweltraupen


‘SEE the armies of the world destroyed! SEE the BIRTH of the world's most terrifying monster! SEE the war of the GIANTS!’


Originaltitel: Mosura tai Gojira (1964)
Regie: Ishirô Honda Drehbuch: Shinichi Sekizawa
Darsteller: Akira Takarada, Yuriko Hoshi, Hiroshi Koizumi FSK: 12


Süüüüüüß!

Als vor der Küste Japans ein riesenhaftes Ei entdeckt wird, ist das Land in heller Aufruhr. “Kann dieses merkwürdige Ei vielleicht irgendwann mal explodieren?“ fragt einer der Hauptdarsteller, als es von Fischern ans Land gebracht wurde.
Das interessiert den reichen Geschäftsmann, der das Ding flugs erwirbt, nicht die Bohne. Auch als wenig später zwei 20 cm große Minimädchen in seinem Büro auftauchen und das Ei zurückfordern, macht ihn das nicht stutzig.

Klingelingeling, Klingelengeling...
Bei Reporter Ichiro und Wissenschaftler Miura finden sie schließlich Gehör. Das Ei muss auf die Mothra-Insel zurück (die natürlich nach dem Krieg von Atomversuchen verseucht wurde). Sollte dies nicht geschehen, würde ein großes Unheil über die Menschen kommen. Doch auch der Schreiberling stößt bei den neuen Besitzern des Eies auf taube Ohren. Enttäuscht flattern die beiden Zwerge auf Riesenmotte Mothra (die sich bislang im Gebüsch versteckt hat!) von dannen. Natürlich dauert es nicht lange, bis die Kuh fliegt, im alten Nippon. Godzilla erwacht nämlich alsbald aus seinem Tiefschlaf im Sandkasten des Küstenstrichs. Was tun? Man könnte ja die Mothra-Insel besuchen und um Hilfe bitten…

Menschliche Gier und Unvernunft gegen Exorbitante Monstrositäten.

Burning Rubbah!

Schön, dass es Filme wie diesen hier gibt.
Übermotte Mothra hatte ihr Debüt bereits 3 Jahre zuvor, in der (ebenfalls von Inoshiro Honda höchstpersönlich inszenierten) Monster-Fantasy ’Mothra bedroht die Welt’. 1964 schickte sie der Meister in den Kampf gegen das populäre Maskottchen der Toho-Studios. Die Effekte sind hier besser als in mancher Fortsetzung der Reihe. Natürlich wird auch wieder das obligatorische Militär-Spielzeug aufgefahren und eingesetzt, doch vor allem die Kämpfe zwischen Godzilla und Mothra sind eher bestialisch als spaßig.

"Bleibst du hier!"
Die Produzenten scheinen überhaupt mehr Wert auf eine ’ernsthaftere’ (so man dieses Wort denn im Zusammenhang mit der ’Big G’-Reihe fallen lassen darf) Stimmung zu legen, als auf übermäßigen Camp (obwohl auch der vorhanden ist, ich sage nur: ’Mothra’-Larven mit Lokomotiven-Sounds!).
So ist dies dann auch der letzte Film in der soganannten ’Showra Ära’, also die Film-Reihe in der Godzilla als purer Bösewicht auftritt. Die erhabene Musik von Tohos ’Leib- und Magen-Komponist Akira Ifukube tut ihr übriges dazu.
Die Schauspieler halten sich angenehm zurück und spielen nich verrückt, sondern dem Setting angemessen.

"Und links, im Hintergrund, sehen sie
'Godzilla', unser berühmtes Riesenmonster."

’Godzilla und die Urweltraupen’ ist einer der besten ’Toho Kaiju’-Monsterfilme schlechthin. Fans kommen nicht dran vorbei und Zweifler offenen Gemüts werden vielleicht eines Besseren belehrt.

Hudson