Viel Rauch um Nichts


‘Don't miss the only film where the heroes get wiped out in the first five minutes!’


Originaltitel: Up in Smoke (1978)
Regie: Lou Adler Drehbuch: Tommy Chong & Cheech Marin
Darsteller: Tommy Chong, Cheech Marin, Irene Miracle FSK: 18


Ch...Ch...Ch...Cheech & Chong, Ritter des Bong

Nachdem ’Cheech und Chong’ in den 70er Jahren mit diversen Stand Up-Routinen und Comedy-Alben auf sich aufmerksam gemacht hatten, kamen die weltberühmtesten Dauerkiffer 1978 schließlich ins Kino.
’Up in Smoke’ hieß das Werk, hatte eine “Vorbild“-Funktion für alle kommenden Komödien dieser Art und ist darüberhinaus so unfassbar daneben, dass man eigentlich nur lachen kann.

Puff the Magic Salami
Tommy Chong und Cheech Marin spielen die beiden Pappnasen Anthony und Pedro, die sich durch Zufall auf der Straße nach Süden (irgendwo in Kalifornien) kennenlernen. Schnell ist die gemeinsame Leidenschaft für Mariuhana entdeckt und der erste “schwere Aparillo!“ angezündet. Sowas schweißt zusammen und bald sind die beiden Zottelköpfe beste Kumpels und auf der Suche nach neuem Stoff. Zwei solche Deppen ziehen natürlich allerlei Probleme an und so haben sie bald einen Haufen trotteliger Bullen am Hacken. Die halten sie nämlich für Drogenkuriere und wie es der Zufall (bzw. ihr neuer Job) will, werden sie, ohne es zu wissen, genau dazu, als sie einen Lieferwagen von Mexiko in die Staaten fahren sollen, der zur Hälfte aus purem Gras besteht…

“Wie lange wart ihr in Mexiko?“
“’ne Woche…
“’n Tag…“
“Na was denn nun, ’ne Woche oder ’nen Tag?
“’n Wochentag.“

Nonnen und Mike Hammer
Da seh ich schwarz für's Zölibat
Einverstanden, ’Up in Smoke’ ist ein einfältiger Kifferfilm mit fragwürdiger Message und insgesamt eins der dämlichesten Stückchen populärer Filmgeschichte. Aber, man, Leute, der Streifen ist dabei so verdammt lustig, so völlig ab vom Schuss und durchgeknallt lässig, dass ich einfach nicht anders konnte als pausenlos zu lachen, Spätestens wenn die Mary Jane-Karre zum Finale, in dem Cheech und Chong ein Konzert geben, Feuer fängt und den ganzen Saal vollduselt (Fressflashs, Cheech im rosa Tütü und als Hare Krishnas verkleidete, völlig zugedröhnte Bullen), konnte ich nicht mehr. Diesen Film nach den üblichen Kriterien zu beurteilen, ist einfach nicht drin. Wie soll man das Talent von Thomas Chong und Cheech Marin auch bewerten? Die Hälfte des Gesichts, die nicht von der voluminösen Gesichts- und Kopfbehaarung bedeckt ist, schaut so putzig deppert oder einfach nur zugeknallt drein, dass man keinen Grund zum Meckern finden will. Extra-Punkte gibt’s für Stacy ’Mike Hammer’ Keach in der Rolle des Drogenfahnders, die tolle Musik und die deutschen Synchonsprecher (u.a. Christian Brückner, Manfred Lehmann und Arne Elsholz), die sich mal richtig Mühe gaben und ebenfalls nach kompletter Volldröhnung klingen.

Rocking & Rolling Stoned!

‘Don’t go straight, to see this movie!’ mahnt der Trailer zum Film und da möcht ich ihm Recht geben. Für nüchterne Korrektis und Zeigefinger-schwingende Spielverderber ist ‘Up in Smoke‘ so ungeeignet, wie die Zichte für den Nikotin-Abstinenzler. Für Potheads ist er eh schon Kult, für Flausköppe könnt er es werden.


Hudson