Undefeatable

aka

Street Queen und Killer


‘Die Königin der L.A. Gangs gegen den unbesiegbaren Serienkiller’


Originaltitel: Cui hua kuang mo (1993) Regie: Godfrey Ho
Drehbuch: Steve Harper, Robert Vassar & Tai Yim (yeah right)
Darsteller: Cynthia Rothrock, Don Niam, John Miller FSK: 18


You are now about to witness the strength of street knowledge

Wer zum Teufel hat Godfrey Ho in die Vereinigten Staaten gelassen? War es ein unfähiger Grenzbeamter, der den offensichtlichen Namensschwindel (Regie: Godfrey Hall) nicht durchschaute? Der den Plakaten, die überall am Terminal hangen (’Watch out for this man! He made Ninja Terminator!’) keine Beachtung schenkte? Wir können nur spekulieren. Das Drama nahm seinen Lauf. Als Ho in den hiesigen Ghettos, die er gleich als Locations buchte, genügend sprechendes Faustfutter angesammelt hatte, kramte er eine alte Visitenkarte von Cynthia Rothrock heraus, rief sie an und schrieb auf die Rückseite der Visitenkarte noch schnell das Script. Fertig war die Pre-Production für ’Undefeatable’, einem der miesesten Martial-Arts-Graupen jenseits von ’Tigerkralle 3’.

Straight outta H-Wood, crazy motherfucker named Stingray
From the gang called bimbos with hairspray

Die Handlung liest sich wie folgt: Kristie (Rothrock) ist Straßenkämpferin und finanziert mit ausgehandelten Womano-A-Mano Prügeleien das Studium ihrer Schwester Karen. Das sollte sie lieber lassen, meint Cop DiMarco, aber Kristie hat ihren eigenen Kopf. Als der irre Fighter Stingray von seiner Freundin Anna verlassen wird, die er dank eines (dramaturgisch kaum in Plattheit zu übertreffenden) Mutterkomplexes rund um die Uhr misshandelt, dreht der Kloppi richtig frei. Er rennt durch die Straßen, auf der Suche nach Frauen die seiner Anna ähnlich sehen, vermöbelt deren Macker, schnappt sich die Bräute und misshandelt sie anstelle seiner Ex. Als jedoch auch Karen Stingrays abartigem Beuteschema zum Opfer fällt, ruft er damit Cynthia auf den Plan. Mit DiMarcos Hilfe macht sie sich auf die Jagd nach dem perversen Psychopathen…

Express Yourself!

Ich gehe davon aus, dass mittlerweile jeder halbwegs geschmackssichere Trashfilmkonsument der das Internet kennt den Clip mit dem Finale dieses Films auf Youtube gesehen und sich ganz köstlich drüber amüsiert hat. Leute, ihr mögt über den Clip lachen, aber ich musste mir den ganzen Film anschauen und kann euch bescheinigen, dass der ganze dreckige Rest kein bisschen amüsant ist.
Klar gibt’s es hier eine handvoll fixer Streetfights und einen der dämlichsten und vor allem schlecht gespieltesten Bösewichter der Filmgeschichte, der ein-, zweimal zum Lachen animiert, wenn er nicht gerade Frauen vergewaltigt oder misshandelt. Aber das tut er ziemlich häufig und der Rest des Films tut gar nicht erst so, als wolle er irgendetwas anderes promoten, als reißerischen Sleaze auf Kosten des letzten Rests der erwähnten Geschmackssicherheit. Ja, Cynthia Rothrock kann Ärsche treten, das hat sie in anderen (besseren) Filmen bewiesen und das zeigt sie auch hier. Eine Schauspielerin ist jedoch auch nach all den Jahren nicht aus ihr geworden. Das fällt normalerweise nicht allzu sehr ins Gewicht, wenn man sie neben lustigen Sidekicks (wie die Bratze aus ’Prince of the Sun’) oder gegen kultige Brutes (wie Bolo Yeung) einsetzt. In einem grottenschlechten Langweiler, gespickt mir platter Dramatik, die in Sachen Unerträglichkeit nur von der monotonen Musik getoppt wird, einer lahmarschigen Psychokiller/Cop/Streetfight-Storymische in der zufälligerweise jeder aber auch wirklich jeder Passant, der dem Psychopathen vor die Kralle läuft eine Form von Martial Arts drauf hat (angefangen beim aktuellen Karate Champion, der ihm zufälligerweise über den Weg läuft, über einen spackigen Geek, bis hin zur Psychologin!) juckt auch Cynthias Powerhouse niemanden mehr.

“Alright. You all know the rules. No guns, knifes, bricks or anything else!“

Fazit!




PS: Okay, okay, ich geb’s ja zu, das Finale ist wirklich zum Schreien.
PPS: Aber der Rest ist auch wirklich zum Kotzen!!!


Hudson