Blumen des Schreckens


‘The triffids are coming! The triffids are growing!
The triffids are killing!’


Originaltitel: The Day of the Triffids (1962)
Regie: Steve Sekely Drehbuch: Bernard Gordon & John Wyndham
Darsteller: Howard Keel, Nicole Maurey, Janette Scott FSK: 16


Die Welt der Pflanzen ist ja bekanntlich ein Wunder für sich und erstreckt sich weit über die Grenzen von Stiefmütterchen-Rabatte und Apfelbäumen hinaus…

Wäre euch auf diesem Bild die
Killerpflanze aufgefallen?
Eine neue Spezies ist die ’Triffidus Celestus’, die sich über Nacht entwickelte. Der Nacht, in der die Meteoriten fielen. Tatsächlich fielen diese Kosmischen Schauer eher an der Erde vorbei, die heftige Dosis kosmischer Strahlung, die dabei freigesetzt wird, lässt immerhin die gesamte Menschheit erblinden. Die gesamte? Nicht ganz! Eine handvoll Menschen hat das Event verpennt und müssen nun als einzige ’Sehende’ versuchen, die Situation zu meistern. Dabei stoßen sie auf die titelgebenden ’Blumen des Schreckens’, die ebenfall ein Egebnis der Kosmo-Strahlen sind. Das kann ja blumig werden…

Was auf dem Cover und laut Titel nach einem Horror-Schinken erster Kajüte aussieht, ist de facto in allererster Linie ein Endzeit-Film.
Städte brennen, Menschenmassen taumeln orientierungslos durch die Straßen, Flugzeuge stürzen blind hinab, es herrscht das totale Chaoas.

Das sieht zwar nach Zombies aus,
sind aber panische Blindfüchse.
Dieses apokalyptische Szenario wird mit den begrenzten Mitteln der damaligen Technik sehr gut dargestellt. Die zappelnden Killer-Kräuter sind hingegen ein triftiger Grund, den Film als klares B-Movie zu klassifizieren. Wer beim Anblick dieser Gummi-Sträucher das Gruseln bekommt, der macht sich wahrscheinlich auch vor seinem eigenen Schatten in die Hose. Tatsächlich laden die sich am Boden entlang robbenden Triffids mit ihren röhrigen Knatter-Lauten zu herzhaftem Gelächter ein. Davon abgesehen wird bei ’Day of the Triffids’ (nach dem gleichnamigen Roman von John Wynham) mit möglichem Ernst zur Sache gegangen. So dreht sich beispielsweise eine Nebenhandlung um die Alkoholsucht-Probleme eines Pärchens.
Dass solche Szenen von einem eher mageren Schauspiel getragen werden, kann man dem Film verzeihen. Davon abgesehen haben ’Blumen des Schreckens’ ihren Platz in den Annalen des phantastischen Films (wenn auch nicht auf den obersten Plätzen) sicherlich verdient.

Hudson