Trancers 5



Originaltitel: Trancers 5: Sudden Deth (1994)
Regie: David Nutter Drehbuch: Peter David
Darsteller: Tim Thomerson, Stacie Randall, Ty Miller FSK: 16


’Trancers 5’, juhu!
Wir erinnern uns kurz an den/die Vorgänger: Jack Deth, Trancer-Jäger, sollte in seiner Zeitmaschine eigentlich nach Kansas juckeln, landete aber in einer mittelalterlich anmutenden Zwischenwelt names Orpheus, in der die Trancers das Sagen hatten, und wo Deth einer Resistance-Bewegung (den Tunnelratten) half, dies zu ändern.

Die alten Schurken...
Teil fünf schließt direkt daran an: Jack ist immer noch in Orpheus. Prospero, der Sohn des ehemaligen Trancers-Königs Kaliban (hab ich das eben wirklich geschrieben?) hat die Seiten gewechselt und unterstützt jetzt die neue Regierung. Außerdem versucht er Jack zu helfen, den Weg nach Hause zu finden. Es stellt sich heraus, dass dieser nur über einen Umweg, nämlich die ’Festung der erbarmungslosen Angst’ führt, was J.D. mit einem sardonischen “Du willst mich wohl verarschen?“ kommentiert. Tja, dann; keine langen Abschiedsreden, seiner Liebsten noch ein “Wir sehen uns, Honey!“ ins Ohr gedrückt und mit Prospero zur Festung der… na ihr wisst schon. Doch ihre Reise bleibt nicht unbehelligt. Kaliban ist von den Toten auferstanden und hat schon eine Checklist für unerledigte Sachen im Kopf (Verrat des Sohnes rächen, Jack Deth töten, Königreich zurückerobern, Friseur feuern).

Leute, nehmt’s mir nicht übel, aber ich hab echt die Übersicht verloren.
Mein Problem Nr. 1: Ich habe über die Jahre völlig vergessen, was denn die ’Trancers’ nun eigentlich sind. Da nicht einmal meine eigenen vermaledeiten Reviews zu den Vorgängern diesbezüglich auf die Sprünge helfen (man, bin ich mies), kann ich nur raten. Denn leider rückt auch ’Trancers 5’ nicht wirklich mit der Sprache raus. Rasende Irre? Wulstmonster? Vampire? Menschenfresser?

Der alte Jack...
Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Alles, was ich weiß, ist, dass Jack Deth einen Mordshass auf die Typen hat, weil sie eines Tages (noch vor Teil 1) seine Frau umbrachten. Da versteh ich es auch, wenn die Macher versuchen, Deth und einen Trancer auf gemeinsame Pilgerfahrt zu schicken, um die emotionalen Untiefen des Protagonisten auszuloten. Wenn sie das Ganze doch nur nicht mit dem Holzhammer unters Publikum mischen würden. Aber Feingefühl war bei ’Full Moon’-Produktionen eher selten ein Kriterium.
Eine gewisse Unterhaltsamkeit kann man dem Film trotzdem nicht absprechen. Wenn der Thomerson (wie immer zu herzhafter Brummigkeit aufgelegt) und sein Kollege in der verrückten Festung ankommen und von einem Haufen halbnackter Weiber umringt werden (Kommentar J.D.: “Wenn das die erbarmungslose Angst ist, kann ich die totale Panik kaum erwarten.“) oder sich Jack später selbst begegnet, nachdem er eine Horde Burg-Zombies kommandiert hat, erinnert das an amüsante ’Aserix erobert Rom’-Zeiten und das kann wirklich nie schaden!

Die neuen Bräute...

Fazit: Wirres ScienceFiction/Fantasy-Vehikel, für ’Trancers’-Jungfrauen ungeeignet, und selbst für ’Trancers’-Fans nicht einfach zu raffen. Trotzdem mit ausreichend Brimborium und dem nimmermüden Charme des Tim Thomerson ausgestattet. Das reicht locker, um 70 Minuten lang unbeschadet über die Runden zu kommen.


Hudson