Trancers 2010


‘Time waits for no man...’


Originaltitel: Trancers III (1992) Regie & Drehbuch: C. Courtney Joyner
Darsteller: Tim Thomerson, Melanie Smith, Andrew Robinson FSK: 18


Trancer-Jäger Jack Deth is back…
Und er hat allerlei Ärger am Hacken.

Jack Deth,
Trancer-Jäger
Noch immer in der Vergangenheit gefangen (inzwischen sind’s die 90er), hat er mittlerweile schlohweißes Haar, trägt geschmacklose Hemden und macht noch geschmacklosere TV-Commercials für seine Detektei. Zu allem Übel macht auch noch Dauerfreundin Lena (Special Appearance by Helen Hunt) mit ihm Schluss. Bevor Jack (Tim Thomerson) auch nur einen Versuch der ’Baby come back’ Masche anleiern kann, bekommt er schon wieder neuen Ärger mit einem pizzagesichtigen Cyper-Punk-Hünen, genannt Shark (“Du bist Jack Deth!“ “Da liegst du vollkommen richtig, Godzilla!“ ), welches ihn schwuppdiwupp in die Zukunft des 24. Jhd’s holt.
Dort hat sich einiges verändert. Der Rat ist tot, die Trancers überennen das Land, der Widerstand wird nur knapp aufrecht erhalten. Um diesen Zustand rückgängig zu machen, wird Trancers-Experte Deth in die Vergangenheit des Jahres 2005 zurückgeschickt.
Hier hat eine Splittergruppe des Militärs, unter Leitung des offensichtlich wahnsinnigen Col. ’Daddy Muthu’ (ohje) die Trancers mittlerweile zu einer Spezial-Einheit ausgebildet, die den ’Trance’- Zustand (eine Art ’Killer-Rage’) kontrollieren können. Diesem Unfug muss Trancer-Jäger Deth nun ein Ende setzen, damit auch in der Zukunft bunte Blumen wachsen können…

Holla die Zeitfee!

"Hier liegen sie richtig!"
’Trancers 2010’, der dritte Teil der endlosen ’Trancers’-Saga wurde erneut von B-Film Mastermind Charles Band (’Metalstorm’) produziert, dieses mal aber wohlweislich gleich auf den Videomarkt geschossen. Abgesehen von der bescheuerten Story und der absolut unbefriedigen Action (Arena-Fights mit ’American Gladiators’ Touch, miese Frisur-Chargen die durch Flure rennen & Trancer-Barfights ) ist die deutsche Fasung dermaßen durch Schnitte verhunzt worden, das hier gar nix mehr stimmt.
Am allerschlimmsten ist jedoch ’Hellraiser’ Daddy Andrew Robinson, in der Rolle des neuen ’Trancer’-Kontrollators, den man sich als eine Mischung aus megalomanischem Mad Scientist und schleimig-grinsendem Grimassen-Großkotz vorstellen kann.
Selbst Tim Thomerson (der auch in Teil 4 und 5 noch den Jack Deth gibt) hat im Vergleich zu Teil eins stark nachgelassen, da kann selbst Sweetheart Helen Hunt mit ihrem Cameo nix mehr kitten. Was bleibt, sind sinnfreie Dialoge “Sie haben nie gedient, nicht wahr? Waren sie an der Front?“, der zugegeben witzige Sidekick ’Shark’ und ein chaotisches Zeitwirrwarr (warum heißt der Titel ’Trancers 2010’, wenn Jack im Jahr 2005 landet, warum ist von 23-haste-nich-jesehn die Rede, obwohl auf dem Klappentext das 2083 vermerkt ist und Jack in Teil eins aus dem Jahre 2247 stammt… und und und) das möglicherweise Teil 2 oder 4 oder 5 oder 6 aufklären kann.

Shark ist stark!

’Trancers 2010’ ist ein schludriger Schnellschuss, minderwertig ausgestatt, platt gespielt und in der deutschen Fassung bis zur Lächerlichkeit verstümmelt, was ihn letztlich allerhöchstens für ’Trancer’ Fans interessant macht.

Nool