Trancers 2


‘Time waits for no man... unless his name is JACK DETH!’


Originaltitel: Trancers II (1991)
Regie: Charles Band Drehbuch: Charles Band & Jackson Barr
Darsteller: Tim Thomerson, Helen Hunt, Megan Ward FSK: 16


Trancer-Jäger Jack Deth (Tim Tomerson, 'Cherry 2000') ist nun schon seit 6 Jahren im Los Angeles der Vergangenheit (1991). Lena (Helen Hunt) ist inzwischen seine Frau, sein Leben verläuft in ruhigen Bahnen… als plötzlich wieder die vermaledeiten Wulst-Zombies, bekannt als Trancers, auftauchen.
Es stellt sich heraus hatte Fiesling Whistler (siehe Teil 1) einen Bruder hat (David Lynch, 'Talon im Kampf gegen das Imperium'), der neue Trancer um sich sammelt, um einen neuen Krieg zu beginnen.

Jack, wie wir ihn kennen!
Cmdr. Raines (Telma ’Shut your mouth!’ Hokins) hat den Auftrag, Jack zurück in die Zukuft zu bringen. Da er aber (aufgrund einer üblen Verkalkung seines Körper in eben jener Zukunft) nicht einfach aus seinem Zeitreise-Zustand aufwachen kann, muss er von seinem alten, übellaunigen Chef McNulty (im Körper eines Teenie-Girls) durch eine Spezial-Vorrichtung direkt aus der Vergangenheit geholt werden, um einen Sitz im Rat der Zukunft einzunehmen. Moment mal! Was ist los?
Genau, wer Teil eins nicht gesehen hat (selbst wenn man Teil 1 gesehen hat) steht erstmal ahnungslos im Wald. Gottseidank wird es nicht komplizierter.
Dummerweise wurde auch Deth’s verstorbene Frau (wir erinnern uns: “Jack war ein guter Mann… bis ein Trancer seine Frau umgebracht hat!“) schon vorher vom Rat in die Vergangenheit zurückgeschickt (also bevor sie verstarb… oh Gott) und steckt nun in einem Sanatorium fest. Dessen Leiter ist kein anderer, als Dr. E.D. Wardo, die vergangene Inkarnation von Whistlers Bruder, der genau hier die neue ’Trancer-Farm’ gegründet hat! Dann ist da noch der ehemalige Baseball-Profi Hap Ashby (Biff Manard, ’Zone Troopers’), der zum Penner und dann zum reichen Auto-Sammler wurde, und ein Vorfahre eines Rats-Mitgliedes ist, was wiederum für Dr. Wardo interessant ist, da der ja den Rat auslöschen will …

JA, das ist eine Frau, die auf
ein Bügelbrett gefesselt wurde,
dort auf dem Beifahrersitz!
Sagte ich, ’es wird nicht komplizierter’?

“Sind sie etwa der, für den ich sie halte?“
“Und sie die, für die ich sie halte?“
“Stillwell! Alice Stillwell“
“Willkommen in Klaifornien. Ich bin dein Mann, Jack Deth!“
“Oh mein Gott, das darf nicht wahr sein.
Ich hatte mit niemandem Sex, außer dir!“
(fällt in Ohnmacht)
“So schlimm war’s doch garnicht!“

Ach vergessen wir jetzt einfach mal diesen ganzen Hokus-Pokus.
’Trancers 2’ ist garnicht so doof, wie es sich anhört. Ist man erstmal durch das Prequel/Sequel-Gewurschtel durch, kann man durchaus seinen Spaß an der eigentümlichen Action-Fiction-Mischung mit humorigen Einlagen (Stichwort ’Teen-McNulty’) und zwischenmenschlichem Sülz-Rhabarber haben.
Charles Band (’Herrscher der Hölle’) setzte den zur damaligen Zeit recht populären Erstling konsequent unsinnig fort, geizte auch nicht mit Blut und albernen Effekten (das Slo-Mo/Zeitstop-Gimmick ist genauso wieder mit von der Partie, wie sich in rosa Luft auflösende Trancer-Leichen).
Zu den Schaupielern: Thomerson spielt adäquat, Richard Lynch den Glotz-Fiesel, den man von ihm gewohnt ist. Jeffrey Combs (’From Beyond’) wird dummerweise in einer völlig unwichtigen Nebenrolle verheizt und Suart Gordon’s Muse Barbara 'Castle Freak' Crampton ist als Talkmasterin Sadie Brady zu sehen. Auffällig ist auch, wie unterdurchschnittlich Helen Hunt hier über den Bildschirm scharwenzelt. Und der Synthi-Score düdelt und düdelt und düdelt und düdelt…

Trance Nation Vol. 2 - Auch er hört zu!

’Trancers 2’ … Wer will, der darf. Wer muss, der muss. Wer kann, der sollte es sich überlegen.

Hudson