Trancers


‘Jack Deth is back... and he's never even been here before!’


Originaltitel: Trancers (1985)
Regie: Charles Band Drehbuch: Danny Bilson & Paul De Meo
Darsteller: Tim Thomerson, Helen Hunt, Michael Stefani FSK: 16


“Jack war ein guter Mann… bis ein Trancer seine Frau umgebracht hat!“

"Stop oder ich pump dich
voll mit rosa Strahlen!"
Das hat der Cop (Tim Tomerson, ’Cherry 2000’) aus dem Los Angeles des Jahres 2247 dann scheinbar nicht so leicht verdauen können und jagt nun die ’Trancers’ durch die neonbeleuchtenden Straßen seiner Stadt. Letztere sind willensschwache Menschen, die von dem zwielichtigen Whistler (Michael Stefani) fügig gemacht werden und für eine Menge Unruhe sorgen. Irgendwie ist es Whistler gelungen, in die Vergangenheit zu gelangen (lange Geschichte), um die Vorfahren der Ratsmitglieder zu eliminieren, die im Jahre 2247 für Recht und Ordnung sorgen.
Da Jack Deth der beste Mann für den Fall ist, wird er schnell rekrutiert, um den Verbrecher zurückzubringen und ihn seiner gerechten Strafe zukommen zu lassen. Nach kurzem Briefing, inklusive Gadget-Ausstattung (eine Uhre, die die Zeit für 10 Sekunden verlangsamt! Hui) wird er ebenfalls ins Jahr 1985 ’zurück transformiert’.
In den Körpern ihrer ’Vorfahren’ (dummerweise ist Whistlers Ahne ein Cop!) liefern sich die beiden eine Hetzjagd, bei der Jäger und Gejagter des öfteren die Rolle tauschen. Da Whistler in den guten alten 80ern auch nicht untätig war, laufen dort bald auch einige Trancers rum, die Jacks Ermittlungen erschweren. Mit Hilfe der jungen Leena (Helen Hunt, ’Verrückt nach dir’) versucht Jack zu retten, was zu retten ist…

Charles Band schlägt wieder zu.

Die alte 'Simson' gibt,
was sie hat.
Der Regisseur (’Metalstorm’) und Produzent (’Arena’) etlicher B-Filme jagt seine Protagonisten mal wieder durch abgenutzte Kulissen und verschiedene Zeitzonen, vorbei an Rockschuppen, wo die Punk-Version von ’Jingle Bells’ gespielt wird und Weihnachtsmännern, die zu mordgierigen Zombies werden.
’Trancers’ vereint Ideen diverser Science Fiction Klassiker, wie ’Terminator’ oder ’Blade Runner’ und hat selbst ein paar interessante Einfälle, die später zum Beispiel in ’Matrix’ oder ’TimeCop’ wiederverwendet wurden. Über ein gewisses B-Niveau kommt der Film zwar niemals hinaus, kann aber mit guten Darstellern und nettem Make-Up punkten.
Das Setup des Films bietet genügend Grundlage, für Spannung und Action, leider haperts bei der Story, vor allem den titelgebenden ’Trancers’ und ihrem Anstifter, gewaltig. Davon abgesehen, dass sie eine Art Hirnzombie unter Whislers Konrolle sind (die sich nach ihrem Dahinscheiden netterweise in braunen Dampf verwandeln) erfährt man hier nicht viel. Schade eigentlich, denn das wird den einen oder anderen Zuschauer bestimmt interessiert haben.

Hat ausge'tranced' (was auch immer das bedeutet)!

’Trancers’ ist ein nettes B-Movie, das Sci Fi Elemente und 80er Action vereint und genügend Kurzweil bietet, um ihn schadlos zu überstehen. Ob er seine 5 Fortsetzungen wirklich verdient hat, ist (vorerst) jedoch mehr als fraglich.

Hudson