Top Fighter


‘When just getting even is not enough!’


Originaltitel: Rage of Honor (1987) Regie: Gordon Hessler
Drehbuch: Walter Bennett & Robert Short
Darsteller: Shô Kosugi, Lewis Van Bergen, Robin Evans FSK: 18


Schni-Schna-Schneiper
Sho Kosugi und kein Ende. In den letzten Wochen habe ich mir mal ein paar Streifen mit dem Herren reingezogen und bin immer noch am Grübeln, warum er in ’Fachkreisen’ so hoch gefeiert wird. Auch ’Top Fighter’ überzeugte mich nicht unbedingt von Kosugis Starqualitäten, doch eins muss man ihm lassen: In Sachen Action weiß er zu begeistern.
Aber erstmal zur Story:
Ray und Shiro (Kosugi) sind zwei superschlaue Interpol-Schnüffler, die ihre Fälle auf die eigene Art und Weise lösen und damit bislang immer recht erfolgreich waren. Durch einen Insidertipp gelangen sie an ein Depot des Drogenbarons Hevlok. Zu dumm nur, dass dieser ebenfalls einen Insidertipp bekommen hat und Ray kaltblütig umlegt. Shiro schwört Rache und will Hevloks Machenschaften ein für alle Mal ein Ende bereiten. Als ihn seine Vorgesetzten von dem Fall abziehen wollen, kündigt er und erledigt die Dinge einmal mehr auf seine Art… the hard way!

Top Fighting, gelle?
Warum er dann ausgerechnet seine Freundin mitschleppt und ihr weismachen will, dass dies ein Urlaub sei, weiß wahrscheinlich wieder nur der Autor. Die Ische rafft dann nach einigen Mordversuchen, dass sie hier doch nix zu suchen hat und lässt Herrn Kosugi im Alleingang aus dem Stand über meterhohe Zäune springen und fiese Drogenschieber mit seltsamem Ninja-Gartengerät vertrimmen. Zwischendurch gibt’s Diplomaten-Sprech, noch mehr pompöse 80er-Haarfrisuren und ein paar Ninjas, wahrscheinlich Cousins von Kosugi, die er möglicherweise ’Jackson’-mäßig schnell herbei gerufen hat. Nach der Hälfte wechselt dann Setting und Tempo und der Meister sprintet, jagt und schwimmt durch den Urwald, gehetzt von Eingeborenen, Dschungelfallen und bösartigen Anglern, derer er sich fachgerecht entledigt. Nach einem 08/15-Twist folgt dann das dramatische Finale.
Das Ganze gestaltet sich recht unterhaltsam und der Mann aus Nippon hat bis zum Abspann ein paar Dutzend Kerben mehr auf seinem Katana. Ninja-Action galore!
Die Utensilien der Schattenkämpfer kommen dabei natürlich auch zum Einsatz. Und wenn mal kein Shuriken zur Hand ist, muss halt ein Sägeblatt herhalten.
Zum Abspann läuft dann der obligatorische 80er-Discoreißer und alle, die bis dahin durchgehalten haben, dürften mehr oder weniger zufrieden sein.

Beim Posen ist jeder der Erste

Fazit: Actionlastige Rachestory mit Martial-Arts-Schwerpunkt, ansehnlichen Stunts und feschen Ballereinlagen. Mit dem ’König der Ninja’ Sho Kosugi werde ich trotzdem nicht wirklich warm. Vielleicht lag’s auch an der Alf-Synchro. Hm…


Nool