Tod im Spielzeugland


‘All is not well in Toyland.’


Originaltitel: Dollman vs. Demonic Toys (1993)
Regie: Charles Band Drehbuch: Charles Band, Jackson Barr, David S. Goyer, Craig Hamann & David Pabian
Darsteller: Tim Thomerson, Melissa Behr, Phil Fondacaro FSK: 18


Brick Bardo, der Dollman ist wieder da. Und diesmal legt er sich mit einer anderen populären ’Full Moon’-Bagage, den ’Demonic Toys’ an.

Demonic Toys... Is' klar, ne?

Zuerst sei einmal vermerkt, dass ’Dollman vs Demonic Toys’ eine dreiste Halde von bereits verwendetem Material ist. Nach dem Auftakt, in dem ein alter Obdachloser in der Behausung der Demonic Toys bei einem Dreirad-Unfall stirbt und die Killer-Spielzeuge so wieder zum Leben erweckt, sehen wir Bardo, der nach Pahoota reist, um sich dort mit der Protagonistin des ’Full Moon’-Titels ’Cosmo’ aka ’Bad Channels’ zu treffen. Jene ist nämlich die einzige Person auf dem Planeten, die genau so groß ist wie Bardo selbst (lange Geschichte! Sie wurde von Aliens geschrumpft und er kommt von einem Barbie-Planeten). Nachdem Brick das Mäuschen vor einer Riesenspinne rettet (naja, es ist eigentlich eine normale Spinne, aber… ihr versteht schon), erzählen die beiden sich in ausschweifenden Rückblenden ihre Backstories und verlieben sich ineinander. Währenddessen ist Polizistin Judith, Protagonistin von ’Demonic Toys’, denselben auf der Spur. Die ’Toys’ haben sich längst ein Hauptquartier in der Spielzeughalle eingerichtet und planen die Auferstehung ihres Meisters. Judith muss sich mit Brick und seiner Angebeteten zusammentun, um dem dämonischen Kinderzimmerkram Einhalt zu gebieten…

They fight! And bite! They fight and bite and fight! Fight fight fight! Bite bite bite!

Meine Fresse, war das Banane!
Was sich Charles Band und seine ’kreativen’ Konspiratoren so ausdenken, passt eigentlich auf keine Kuhhaut, aber immerhin auf schlappe 60 Minuten Videoband. Dementsprechend kurzweilig ist dann auch diese Begegnung des Dollman (mit gewohnter Lässigkeit von Tim Thomerson verkörpert) und den wahnsinnigen Spielzeugfiguren aus dem Lalelu-Land der debilen Monster-Minions.
Die ’Demonic Toys’ (eine Baby-Puppe, ein Jack-in-the-Box-Springclown und ein Laser-Roboter) haben übrigens ihren alten Killer-Teddy gegen eine trashige G.I.Joe-Figur eingetauscht, die sich mit Bardo einen bescheuerten Zweikampf liefert. Highlight des Unfugs ist jedoch eine fünfminütige Sequenz, in der die dämliche Baby-Puppe Bardos geschrumpfte Freundin vergewaltigen will (“Du weißt doch, wie gern Babies an den Dingern knabbern.“) Phil Fondacaro (’Evil Creatures’) spielt hier übrigens einen Mini-Cop, der den Toys bei der Verwirklichung ihrer Pläne hilft. Ganz offensichtlich hat hier irgendjemand eine Menge für kleinwüchsige Gestalten übrig gehabt.

TriTraTrallalla, KillerKlowns sind wieder da!

Fazit: Ein knallbuntes Potpourri diverser ’Full Moon’-Franchises, knalldoof und knalllustig. Auf solch hirnrissigen Spaß muss man erst einmal kommen. Ich applaudiere Charles Band und seinen Vollmond-Brezeln. Andere hätten sich das wahrscheinlich nicht getraut.


Hudson