The Tournament


‘Coming to a town near you’


Originaltitel: The Tournament (2009) Regie: Scott Mann
Drehbuch: Max Cuff & Quinn Donoghue
Darsteller: Ving Rhames, Kelly Hu, Robert Carlyle FSK: unbekannt


It’s on: Hu vs. Conway
Es ist mal wieder so weit. Alle sieben Jahre treffen sich die besten Auftragskiller der Welt zu einem illegalen Turnier. Die Regeln sind denkbar einfach und auf dem Actionparkett nichts Neues: Jeder tötet jeden und wer zum Schluss als Letzter übrig bleibt, darf sich „World’s No. 1“ nennen und ein Preisgeld von 10 Millionen Dollar einstreichen.
Jedem der 30 Teilnehmer wird zu Beginn des Wettkampfs ein Sender implantiert, mit dem er von seinen Gegnern geortet werden kann und damit es noch etwas spannender wird, werden im Fall, dass nach Ablauf der Zeit noch mehr als ein Kämpfer am Leben ist, die verbleibenden Sender explodieren.
Über manipulierte Überwachungskameras, mit denen Großbritannien ja zum Glück äußerst großzügig ausgestattet ist, verfolgt in einem Casino ein ausgesuchtes Publikum den Wettkampf und wettet hohe Summen auf seine Favoriten.
Hoch gehandelt wird dabei der amtierende Champion Joshua Harlow (Ving Rhames), der unter den Teilnehmern den Mörder seiner Frau sucht, der brutale Russe Yuri Petrov (Scott Adkins) und der sadistische Texaner Miles Slater (Ian Somerhalder).

Car vs. Foucan
So weit so gut. Sollen diese Verrückten doch untereinander machen, was sie wollen. Leider bleibt es nicht dabei. Einer der Teilnehmer entfernt seinen hitzeempfindlichen Sender und lässt ihn in einem Imbiss in eine Kaffeekanne fallen, wo er vom heruntergekommenen Pfarrer Macavoy (Robert Carlyle) verschluckt wird. Damit gerät der arme direkt in die Schusslinie.
Zu seinem Glück nimmt sich Kampf-Schönheit Lei Lei Zhen (Kelly Hu) seiner an.
Es beginnt eine wilde und gnadenlose Verfolgungsjagd, bei der weder an Blut, noch an Scherben, Blei und Handgranaten gespart wird.

Mit ’The Tournament’ schenkt Regisseur Scott Mann dem Publikum einen kurzweiligen und witzigen Actionstreifen, der es so in sich hat, dass er mit aller Wahrscheinlichkeit außerhalb des Fantasyfilmfests leider nicht ungeschnitten in die Kinos kommen wird.

Somerhalder vs. Rhames
Rasant, cool und mit Hilfe aller Action-Kniffe von ausschweifender Gewalt bis Parkour (’Yamakasi’ Sébastien Foucan himself ist in einer größeren Rolle zu sehen) ballern, hechten und metzeln sich die Darsteller durch bis zum Anschlag geladene 95 Minuten und machen dabei durch die Bank weg eine gute Figur: Ving Rames (’Pulp Fiction’, ’Mission Impossible’) als grimmiger alter Hase im Killergeschäft, der alles daran setzt, um den Mord an seiner schwangeren Frau zu rächen ist, Robert Carlyle (’Trainspotting’, ’The full Monty’) als abgewrackter Priester, der seinen Bekreuzigungen ein „Fuck!“ folgen lässt und Kelly Hu (’The Scorpion King’, ’X2’), die Carlyle unter ihre Fittiche nimmt und versucht, ihn auf den rechten Weg zurück zu bringen (“Just what I need, health advise from a hitman!“) und selbst eine Leiche zuviel im Keller hat. Desweiteren geben sich hier ’Doomsday’-Maniac Craig Conway als sleaziger Hitman, Martial Arts Recke Scott Adkins (’Wolverine’) als unzerstörbare Killermaschine, ’Lost’-Bubi Ian Somerhalder als abartiger Sadist und der eben noch in ’Blood: The Last Vampire’ gesehene Liam Cunningham als skrupelloser ’Tournament’-Veranstalter die Ehre, jeweils zu größtmöglichem Effekt.

“Don’t you watch TV? The world is insane!“

Everybody vs. Carlyle

Rotes Blut und schwarzer Humor teeren die Straßen, auf denen ’The Tournament’ ausgetragen wird. Fans gewalttätiger Actionspektakel ohne Rücksicht auf Verluste werden mit diesem knallharten Reißer irgendwo zwischen ’Battle Royale’ und ’Running Man’ ihre helle Freude haben.


Leone