The Brain



Originaltitel: Head of the Family (1996)
Regie: Charles Band Drehbuch: Charles Band & Benjamin Carr
Darsteller: Blake Bailey, Jacqueline Lovell, Bob Schott FSK: 18


’The Brain’, einer dieser typischen Titel, bei denen man hundert mal kopfshüttelnd am Videoregal vorbeigegangen ist, von denen man aber einfach nicht die Pfoten lassen kann, wenn sie einem für 50 Cent hinterhergeschmissen werden.

Zahnarzt Dr. Prankenstein

“Wissen sie, was sie hier vor sich sehen?“
“’ne Art Abnormitäten-Kabinett.“

Fast richtig. Es ist die Familie Stackpole: Zwei tumbe Typen, eine dralle Blondine und ’Myron’, der Kopf der Familie. Und wie das Cover schon verrät, ist das äußerst wörtlich zu nehmen. Alle vier Gestalten stammen aus einer Eizelle und Zwerg Myron, ein Zwerg im Rollstuhl mit Riesen-Omme kontrolliert durch sein gigantisches Hirn jeden einzelnen Körper. Was machen Typen namens ’Brain’ mit übernatürlicher Intelligenz? Ganz klar: Sie versuchen die Weltherrschaft an sich zu reißen. Narf! Dazu benötigt Hirni aber erst einmal einen Körper, der seinem exorbitanten Grips entspricht. Von der Straße lenken seine Gehilfen deshalb hin und wieder ein Auto in die heimische Garage, um mal zu probieren was so geht.

Der ganze Film ist ein Hänger...
Darauf wird eines Tages Diner-Besitzer Lance aufmerksam und weiß gleich, wie er das neue Wissen nutzen kann und zwar mit Erpressung. Myron soll einen missliebigen Nebenbuhler aus dem Weg schaffen und Lance die Bahn auf dessen Frau frei machen, mit welcher er schon seit langem ein Techtelmechtel pflegt. Widerwillig stimmt Myron zu, doch als Lance immer gieriger wird, dreht das Hirn den Spieß um und kidnappt den Lebemann und seine Freundin…

Ein guter Ansatz, könnte man meinen, würde Band den Karren nicht in den Dreck fahren. Wer denkt, ’The Brain’ sei ein Horror-Film, liegt falsch. Schon zu Beginn geigt ein lustige Comedy-Tune über den Vorspann und leitet den Film in die richtigen Bahnen.
’The Brain’ ist eine Art Grusel-Groteske, nur dass das Wort Grusel auch durch ’Blöd’ ersetzt werden könnte. Dass der witzigen Grundidee nur eine uninspirierte Quatsch-Orgie mit ausgedehnten Nackt-Szenen, noch mehr Comedy-Pannen und Mad Scientist-Blabla folgen, ist fast schade. Aber nur fast, denn so sehr haben mich Charles Bands Regieausflüge nie begeistert.

“Lecken sie mich, sie Monsterhirn.“

The only Brain this movie got...

Fazit: Außer vier Titten, einer Riesenomme und dem amüsanten Schauspiel von Blake Bailey ist hier nichts herauszuholen. ’The Brain’ ist ein Film mit Hirnis, von Hirnis, für Hirnis.


Hudson