The Terror Within 2



Originaltitel: The Terror Within II (1990)
Regie & Drehbuch: Andrew Stevens
Darsteller: Andrew Stevens, Stella Stevens, R. Lee Ermey FSK: 16


’The Terror Within’ (deutscher Titel ‘Good Night Hell’) war ein grausliger ’Alien’-Verschnitt in schlecht gemachter Endzeit-Aufmachung. Der zweite Teil ist genau dasselbe in blau.

Nicht mal nach dem
Armageddon hat der
Sarge seine Ruhe!
Wieder einmal hechten ein paar Dödel durch die postapokalyptische Wüste, auf der Suche nach Wasser, Weibern und anderem Tand, während andere in unterirdischen Laboren hocken und auf sie warten. Wieder einmal gibt es ganz schröckliche Mutantenwesen, die in wulstigen Gummianzügen die Gegend unsicher machen und einen Endzeit-Bewohner nach dem anderen aus den Schuhen pranken. Wieder einmal gelangt Mutanten-Material in eines der Labore und wächst zum ’Terror Within’ heran. Wieder bricht das Fruchtwasser und eine Killer-Föte schlüpft aus Mamas Bauch.
Mitverantwortlich dafür ist David, Protagonist aus Teil 1, der sich seinen Unterhalt mittlerweile als abgebrühter Ärschetreter verdient. Gleich zu Beginn rettet er die junge Ariel aus den Klauen eines Wulstmutanten, verliebt sich in sie und schwängert die Gute noch in der ersten Nacht. Am nächsten Tag wird Ariel von bösen Staub-Schlehmiels in eine Höhle verschleppt, in der eine Endzeit-Hexe Beschwörungsformeln aus alten Barbaren-Filmen herunterleiert, um eines der Monster herbei zu rufen. Ein Zwischenfall mit schrecklichen Konsequenzen für alle Beteiligten…

“Mein Gott, was ist das?“
“Ein mutierendes Sperma, das gewaltsam ins Embryo eindringt, sich mit ihm vereinigt und um die genetische Vorherrschaft kämpft!“

Hellboy aus der Mikrowelle
Sagte ich ’dasselbe in blau’? Ich muss mich wohl korrigieren, denn (so unglaublich das auch klingt) ’The Terror Within II’ ist abwechslungsreicher, blutiger und spannender als sein drämeliger Vorgänger. Wenn ich das sage, dann meine ich es wirklich nur im Vergleich mit Teil eins, denn den zu übertreffen war nun wirklich kein Meisterstück. Warum ’Good Night Hell’ überhaupt einen Nachfolger spendiert bekommen hat, ist fraglich. Vielleicht war der aufgrund seines Video-Covers ja erfolgreicher, als ich dachte oder aber Roger Corman und seine ’Concorde’-Haudegen wollten sich einfach bei den Zuschauern entschuldigen und schoben mehr Endzeit, mehr Monster und mehr Glotter nach. Zusätzlich wurde Brüllaffe vom Dienst R. Lee Ermy (’Full Metal Jacket’) engagiert. Hauptdarsteller Andrew Stevens führte hier übrigens zum ersten Mal auch Regie und so sauer es mir aufstoßen mag, ich muss gestehen, dass ich schon weitaus miesere Debüts begutachten musste.

“Wenn sich ein Kaktus bewegt, lauf weg!“

Fazit: Anspruchsloser, billiger, aber blutiger und unverschämt kurzweiliger Endzeit-Horror-SciFi-Mix für den kleinen Genre-Hunger zwischendurch.


Hudson