Teenage T-Rex: Der Menschen-Dinosaurier



Originaltitel: Tammy and the T-Rex (1994) Regie: Stewart Raffill
Drehbuch: Gary Brockette & Stewart Raffill
Darsteller: Denise Richards, Theo Forsett, Paul Walker FSK: 18


"Wir werden Stars sein! Eines Tages, Paul.
Das schwöre ich bei meinen mächtigen Augenbrauen!"

Huiuiui Leutz. Aus der Reihe "Jugendsünden" oder "Before they got famous" präsentieren wir euch "Tammy and the Teenage T-Rex". Wir starten direkt in die Vollen mit Denise 'Starship Troopers' Richards beim Cheerleader-Training. Enter Paul 'Fast & Furious" Walker. Tammy und Michael wären das neue Traumpaar auf der Highschool, wäre da nicht Tammys eifersüchtiger und zur Gewalttätigkeit neigender Rocker-Ex Billy. Der erwischt die beiden in flagranti, kloppt Michael nach einer kurzen Verfolgungsjagd eins mit dem Baseballschläger und verschleppt ihn ins Raubtier-Freigehege des örtlichen Zoos. Michael wird dort abgeladen und daraufhin natürlich von einem Löwen angegriffen... Krankenhaus... Koma. Das nutzt der durchgeknallte Wissenschaftler Dr. Wachenstein, der ganz furchtbar unbedingt und allerherzlichst gern ein frisches Menschengehirn hätte um endlich seinen brandneuen Mecha-T-Rex mit einem solchen auszustatten...

"Keine Angst Baby, lass dich einfach gehen."

Ich hab' ja echt gedacht ich hätte schon alles gesehen, aber das hier setzt dem Ganzen echt die Krone auf. Alles fing so harmlos an, wie 'ne unwichtige Teenieklamotte. Konnte ja keiner ahnen, dass dat hier so aus dem Ruder läuft:

• ein durchgeknallter Wissenschaftler und seine ununterbrochen essende Krankenschwester
• ein schwuler Schwarzer namens Byron
• zwei alternde Deputies die unentwegt die allerdümmsten Sprüche loslassen
• Byrons Daddy ist der Sheriff
• lustige Sauriertricks mit fiesen Laufszenen
• ein wenig Blut (scheint geschnitten zu sein)
• Denise Richards tanzt in Strapsen vor einem Gehirn
• Ersatzkörpersuche im Leichenschauhaus

Würdet ihr mir glauben, wenn ich sage,
dass Denise Richards bei diesem Anblick die Strapse auspackt?

Glücklicherweise haben wir es hier mit einem Film zu tun, der sich in keinster Weise ernst nimmt und deshalb wunderbar als Trashcomedy der grenzdebilen Art durchgeht. Hier reiht sich Dummheit an Dämlichkeit, Spruch an Spruch, Geschmacklosigkeit an ... ach was weiß denn ich. Pröbchen gefällig? Bitte sehr:

"Was is'n das da? Ist das sein Kopf? Nee, seine Nase."
"Der hatte wohl ziemliches Nasenbluten"

"Byron ist mal wieder als Salemaleikum verkleidet..."

"Sheriff, da sind noch zwei Zerquetschte und 'ne einbeinige Frauenleiche... sieht aber noch ganz gut aus"

"Halt jetzt gut deine Titten fest, es wird gleich ein wenig holperig werden"

"Nicht schießen, wir sind Humanoide!"
"Leute nicht schießen, die schwenken die weiße Fahne."
"Das ist keine Fahne, das ist ein gottverdammter BH!"

Und das war nur ein kleiner, kleiner Abriss über das gesprochene Wort in diesem Film. Es gibt sogar Helge Schneider Rip-Off Sprüche (!!!):

"Gibt's Reis, Baby?"
"Schüttel dein Haar für mich, Baby!"
"Zieh dich aus Baby und schüttel dein Haupthaar für mich!"

"Byron" ... need I say more?

Fazit: Geschmackssichere (Horror)-Comedy der hohlen Art. So beknackt und flach, dass es zündet. Ja... ich hab' gelacht.

Goatscythe