Rebellen des Grauens


‘There are strangers in the woods and a century of hatred is about to erupt.’


Originaltitel: The Supernaturals (1986) Regie: Armand Mastroianni
Drehbuch: Michael S. Murphey & Joel Soisson
Darsteller: Maxwell Caulfield, Nichelle Nichols, Talia Balsam FSK: 18


Wenn über den Credits eines Filmes namens ’Rebellen des Grauens’, in denen etliche Shots von Soldatenleichen gezeigt werden, fröhliche Militärmusik gespielt wird…dann sind wir mit sehr großer Wahrscheinlichkeit im falschen Film.

"Jawohl, Drill Sargent, Maam!"

Der Amerikanische Bürgerkrieg:
Eine Einheit übler Yankees lässt Kriegsgefangene (inklusive eines Kindes) über ein Minenfeld laufen, wobei alle um’s Leben kommen.

1986:
Ein Army-Platoon zieht unter Seargent Leona Hawkins (Nichelle Nichols) zum Manöver aus. Natürlich landen sie genau in der Gegend wo vor hundert Jahren das gemeine Massaker an den Kriegsgefangenen begangen wurde. Zu dumm! Diese haben nämlich mittlerweile eine komplette Zombie-Schulung durchgemacht und wollen jetzt Rache für die Greueltaten. Da kommen die Grünen Army Männchen natürlich gerade recht!

Impo...sand
’Unterirdische-Bürgerkriegsopfer-Zombies greifen an’ wäre mein Alternativtitel für diesen harmlosen und blutleeren Zombie-Trash. Hier ist wirklich nix gelungen.
Wer auch immer sich gedacht hat, aus der 1,50 m großen Nichelle Nichols (Lt. Uhura aus ’Star Trek’) einen strengen Seargent mit Pornobrille zu machen, hatte entweder sehr viel Humor oder einen an der Klatsche (und wenn ich den Rest des Filmes im Gedächtins nochmal abspule, tendiere ich zu letzterem).
Noch seltsamer wird diese Entscheidung, wenn man sich die restliche Besetzung ansieht, die konsequent sterotype Charaktere spielen.
Es gibt den Helden (Max Caulfield, ’Spaceshift’), den bebrillten Nerd namens ’Weirdy’ (haha), den Aufreisser und einen Schwarzen (noch ein ’Star Trek’ Darsteller; ’Geordi La Forge’ Levar Burton).
Schön, der Film ist nicht ganz unspannend, nervt dafür aber mit unsäglich doofer Musik und einer Vorhersehbarkeit, dass man sich ohne weiteres ruhig zwischendurch einen Kakao oder ein paar Schnittchen machen kann. Die Herkunft der Zombies und das übernatürliche Drumherum ist auch nicht völlig uninteressant, die Untoten selber sehen in ihren staubtrockenen Fetzen und Spinnwebklamotten jedoch aus wie ’Mumion’ aus der Mikrowelle.

"Sag Cpt. Picard, dass ich ihn liebe!"

Puh, über den Film selbst gibt es weder viel gutes, noch überhaupt viel zu sagen. Er ist einfach nur überflüssig. Für Zombie Fans gibt’s etliche Alternativen, für ’Militär Horror’ Fans ’Deathwatch’, ’The Bunker’ oder das sehr spassige ’Dog Soldiers’ und wer ’Uhura’ und ’La Forge’ sehen will, der kuckt einfach ’Star Trek’.

Hudson