Der Supercop


‘Dave Speed is saving the world from crime... but who is saving the world from Dave Speed?’


Originaltitel: Poliziotto superpiù (1980) Regie: Sergio Corbucci
Drehbuch: Sabatino Ciuffini & Sergio Corbucci
Darsteller: Terence Hill, Ernest Borgnine, Joanne Dru FSK: 12


“He’s a Super Snooper, really Super Trooper!”
(Hier klicken, um in Stimmung zu kommen!)

Ach, herrlich. Aber bevor jetzt wieder ein Loblied auf die guten alten Zeiten gesungen wird, komme ich lieber zum Punkt.

Drei Hinrichtungsversuche hat Polizist Dave Speed schon überlebt. Der 4. steht kurz bevor. Welche Umwege führten den liebenswerten Kerl in dieses unangenehme Schlamassel?

"Tag auch!"
Alles begann mit einem geheimen Nasa-Projekt, “…mit supergeheimen Informationen, die so verschwommen waren, dass alle schwammen!“. Policeman Speed (Terence Hill, des Teufels Grinsekatze) wird ausgerechnet in das soeben evakuierte Test-Reservat geschickt, um einen Strafzettel (!) auszustellen. Dann geht sie auch schon hoch, die Bombe mit dem Sprengkopf aus ’Rotem Plutionium’. Doch Dave ist unversehrt und erfreut sich bester Gesundheit.
Besser noch; er verfügt plötzlich über supernatürliche Kräfte. So kann er u.a. Objekte jedweder Größe bewegen und hat den soganannten ’Nullblick’, kann also Ereignisse voraussehen.
Seinen miesepetrigen Partner Sgt. Dunlop (Hollywood-Urholz Ernest Borgnine, ’Der Flug der Phoenix’) verwirrt er damit mehr, als er ihn beeindruckt und schleust ihn zudem in ein Fettnäpfchen nach dem anderen.
Als die beiden die Machenschaften von Bösewicht Tony Torpedo kreuzen, hält auch ein echter Bösewicht in Speeds neues Leben Einzug. Eigentlich kein Problem für den Supercop, würde nicht der Anblick der Farbe rot seine mächtigen Mächte mächtig durchkreuzen…

Schaha!

Die üblichen Verdächtigen.
Machen wir’s kurz. ’Der Supercop’ ist freilich nicht der beste Hill-Ulk, aber bei weitem auch nicht der schlechteste (ja, es gibt auch miese Streifen mit ’Blue Eyes’!). Anfängliche Lachtiraden werden nach der Halbzeit ein wenig gedrückt, am Ende hat man sich entweder an das erreichte Maß gewöhnt, und singt beim putzigen Titelsong mit, oder lässt es halt.
Sergio Corbucci (’Leichen pflastern seinen Weg’) inszenierte routiniert, Hill und Borgnine (ein toller Schaupspieler, dem ein hiesiges TV-Magazin einstmals vorwarf, er würde für Geld gar eine Littfass-Säule spielen… oder war es eine Zapfsäule?) geben sich ungeniert.
Die irren Fähigkeiten des Protagonisten (läuft über’s Wasser, spricht mit den Fischen, springt aus dem 50sten Stockwerk eines Hochhauses etc.) und die zahlreichen Sprüche (natürlich im ’Brandtschen Schnodder-Deutsch’) ließen die hier anwesende Mischpoke aus Flausköppen jedenfalls jubeln, trubeln und Dialoge doublen. (“Schade, dass immer soviel Film zwischen der Werbung ist!“). Und der Soundtrack ist so verdammt funky, dazu schnippt man schon automatisch mit den Fingern.

Wenn Hill übers Wasser gehen kann...
Was kann dann Spencer?

Fazit: Lustiger Klamauk, der Lust auf mehr Klamauk macht. Hill-Fans stimmen ein, Kostverächter, Spoilsports und olle Muftis sagen nein. Wem dieses Fazit nicht passt, dem leg ich’s nicht zur Last, sondern eher eine ’Lach-doch-mal-wieder’ -Therapie nahe.

Nool