Sukeban Boy



Originaltitel: Oira sukeban (2006) Regie: Noboru Iguchi
Drehbuch: Gô Nagai & Noboru Iguchi
Darsteller: Asami, Kaori, Demo Tanaka FSK: 18


Oldschoooool!

Sukebanji hasst sein Gesicht. Ein Junge mit dem Antlitz eines Mädchens und einem Papi, der auch gern mal ein Bad mit seinem "Söhnchen" teilt. Weil er in der Schule aufgrund seines Aussehens immer gehänselt wurde, bleibt ihm nur ein Ausweg: Gott verdammt nochmal der Härteste zu werden.
Aufgrund dieser Tatsache fliegt er leider ständig von der Schule, denn Banji zimmert jedem ein Brett vors Hirn, der ihm krumm kommt. Deshalb beschließt sein Vater, ein Biker, der sein Söhnchen echt süß findet und ihn wegen seiner Powereier beneidet, Sukebanji auf ein Mädcheninternat zu schicken. Was das heißt? Schaha, Schuluniformen galore!

Mit Vati in der Badewanne...
Dort lernt Sukebanji Mochiko kennen. Die freut sich, endlich eine gewaltbereite und doch so nette Freundin gefunden zu haben. Frisch angekommen, legt sich Sukeban direkt mit allen möglichen Banden der Schule an, um Mochiko zu helfen. So wird sich erstmal gehöriger Respekt verschafft, indem sie, öhm, er die Anführerin der Strumpfhosengang besiegt.
Doch dann taucht SIE auf... die maskierte Unbekannte der SUPER-NACKT-GANG und erledigt Kanko, die Anführerin der Strumpfhosengang, hackt ihr einfach die Beine ab, auf dass sie niemals mehr Strumpfhosen tragen möge. Kankos Schwester, die Anführerin der Oben-Ohne-Gang, schwört Rache und schießt Sukeban an. Mochiko kommt zur Hilfe und Sukeban kann fliehen…

So Jungs und Mädels, genug gespoilert hier!

Eine wahrhaft respekteinflößende Gang
’Sukeban Boy’ ist die erste Zusammenarbeit von Noboru Iguchi und dem japanischen Idol Asami. Es folgten weitere Zusammenarbeiten, allen voran ’Machine Girl’, in welcher sie eine tragende Nebenrolle bekleiden durfte. ’Sukeban Boy’ ist bisher ihre einzige Hauptrolle im Action/Horror-Bereich, eigentlich ziemlich schade, denn Fräulein Asami kommt immer ziemlich sympathisch rüber.
Der Film ist eine reichlich überdrehte Homage/Parodie auf die ’Sukeban/Girl Boss’-Filme der frühen Siebziger, aus den famosen Toei Studios, denen wir wirklich VIELE Perlen zu verdanken haben. Die größten Stars der ’Sukeban’-Filme waren zweifelsfrei Reiko Ike (’Sex & Fury’, ’Female Yakuza Tale’, ’Female Demon Ohjaku’) und Miki Sugimoto (’Der Tiger von Osaka’ aka ’Zero Woman - Red Handcuffs’).
Eigentlich ging’s in diesen Streifen so ziemlich immer recht derbe zu. Fights, Folter, nackte Haut, Freundschaft und Loyalität. ’Sukeban Boy’ ist gar nicht sooo weit davon entfernt, nur halt 'nen ganzen Zacken durchgeknallter. Hier wachsen auch schon mal fleischige Schusswaffen aus Brüsten und Beinstümpfen und es darf ein bisschen gesplattert werden. Allerdings nicht in dem Maße, wie es Iguchi und Nishimura ein wenig später in ’Machine Girl’ haben krachen lassen.

Feuer frei!
Alles in allem ist ’Sukeban Boy’ eher Actionkomödie mit Low-Budget Flair als Horrorfilm. Wenn Sukeban beispielsweise im Vorspann einer Gang mit einem Totschläger die Ärsche versohlt, ihnen buchstäblich die Kotze aus der Galle prügelt und dabei dumme Sprüche von sich gibt, dann quieken auch Fans debiler 70er/80er-Synchros vor Freude. Wunderschön.
Ein kurzweiliger Spaß für die ganze Familie... ohne die Kinder und die Frauen. ’Sukeban Boy’ ist genau das, was er sein möchte: Ein kurzweiliger Partyspaß von knapp 61 Minuten, bei dem man die Anwesenheit von Vertrauten und Gerstensaft nicht missen möchte.
Mission accomplished!



PS: Hier geht's zu Goatys Interview mit Asami


Goatscythe