Stripped to Kill


‘A Maniac is Killing Strippers. Detective Sheehan Has One Weapon to Stop Him. Her Body. ’


Originaltitel: Stripped to Kill (1987) Regie: Katt Shea
Drehbuch: Andy Ruben & Katt Shea
Darsteller: Kay Lenz, Greg Evigan, Norman Fell FSK: 18


Im ’Rock Bottom’-Stripclub ist der Wurm drin. Die Mädchen sind unzufrieden, die Beleuchtung ist schlecht, der Manager ist ein alter Zausel und zu allem Übel schleicht seit Neuestem jetzt auch noch ein Frauenmörder durchs Ghetto, der es auf die Miezen abgesehen hat. Nach zwei Morden wird Polizistin Cody in den Schuppen eingeschleust, stöbert bald im alltäglichen Nachtleben der Tanzmäuse herum und macht sich natürlich auch auf der Bühne nackig. Tja, echte Polizei-Arbeit verlangt halt nach einer echten Frau… oder so.

“Ich dachte, ihr Männer mögt es wenn die Brüste wackeln.“
“Ich mag es nur nicht, wenn deine schlappen.“
“Meine Brüste schlappen nicht!“

Look dull, shoot sharp
Roger Corman produzierte diesen schmierigen Streifen mit Regisseuse Katt Shea (’Poison Ivy’) auf dem Regiestuhl und da soll noch mal einer sagen, solch einen Schweinkram würden nur Männer fabrizieren. Nein, Miss Shea drehte zwei Jahre später sogar noch eine Fortsetzung, wobei ich immer noch erstaunt bin, dass ’Stripped to Kill’ Pt. 1 überhaupt ein kommerzielles Publikum gefunden hat.
Während sich die Sinne des Zuschauers allmählich an die miese Beleuchtung und dauerhaft plärrende Popmusik gewöhnen, läuft der Film auf Schienen nach einem denkbar simplen Muster ab. Es werden potentielle Opfer und mögliche Täter vorgestellt, gefolgt von Stripszenen (Schlangentanz), einem Mord, ewig nervendem Gespralle zwischen den beiden Polizei-Protagonisten (das später tatsächlich in einer Vögelei mitten auf der Straße vor dem Stripschuppen endet), weiteren Stripszenen (Spinnennetz-Strip), noch einem Mord und vielleicht einem Verhör, dann noch ein bisschen mehr Striptease, ein paar schmierigen Sprüchen und schließlich einem Twist-Ende, das ’Nobody is perfect!’ quer drüber geschrieben hat.

“Wer ist das?“
“Die Lumpenfickmaus.“

Leopardenfellsofafrisurmiezenalarm

Fazit: Sleazeball-Cinema in Reinkultur, mit Cop-Gelaber gestreckt und mehr Striptease-Szenen, als eigentlich rein passen. Die üblichen Verdächtigen googlen wahrscheinlich schon sabbernd einschlägige Shops nach dem Steifen durch, bevor sie das Fazit hier überhaupt gelesen haben. Also kann ich den restlichen Keulen mit freundlichem Rat zur Seite stehen: Lasst es gut sein. Schaut euch was Vernünftiges an.


Hudson