Der Stein des Todes


‘Manchmal ist Rache Gerechtigkeit’


Originaltitel: Der Stein des Todes (1987) Regie: Franz Josef Gottlieb
Drehbuch: Werner Hauff, Heinz-Werner John
Darsteller: Birte Berg, Elke Sommer FSK: 18


"Sieh dir diesen Stein an. Sieht aus wie ein ’D’. ’D’ wie Dänemark."
"Es ist besser du wirfst ihn weg. Solche Dinger bringen nur Unglück."

Christian A. smacks his bitch up
Klingt albern, stimmt aber. Denn nachdem Jane Lindstörm sich aus dem Stein (des Todes) eine schöne Halskette hat zimmern lassen, wird sie auch schon von zwei üblen Fixbrüdern (u.a. Thomas Anders) verschleppt, an die Nadel gehängt und schließlich mit dem goldenen Schuss versorgt. Als ihr Freund Kumar davon erfährt, begibt er sich schnurstracks zum Tatort und legt die beiden Schweine um. Die Polizei ist auch bald zur Stelle und buchtet den Rächer pflichtbewusst ein, auch wenn Cop Vic eigentlich auf Kumars Seite ist. Als Vic mit seinem Vorgesetzten kurze Zeit später auf der Party der reichen Kris Patterson (Elke Sommer) aufschlägt und von Kumars Geschichte erzählt, ist die Dame so gerührt, dass sie 50.000 Rupees locker macht, um einen Anwalt für ihn zu bezahlen. Doch der Schein trügt, denn Lady Patterson steckt mit dem zwielichtigen Gomez unter einer Decke und der ist für den Drogenhandel in der gesamten Gegend verantwortlich. Als Kumar die Flucht gelingt, schließt er sich den beiden Vietnamveteranen und Gelegenheitsverbrechern Brain (Brad Harris!) und Hemingway an. Gemeinsam entschließt man sich, eine Bank zu überfallen, in der die Drogenhändler ihr gesamtes Geld deponieren. Doch der Überfall läuft aus dem Ruder und die Nichte von Lady Patterson (Heather Thomas) landet in der Gefangenschaft der Räuber…

"Tja, so ist das Leben. No dope, no hope."

Arm dran: Brad Harris
Kiek an, deutsche Exlpoitation aus dem Jahre 1987. Sogar noch von F. J. Gottlieb, dem Regisseur meiner Lieblingsklamotte ’Zärtlich aber frech wie Oskar’. Gedreht wurde in Sri Lanka. Dahin hatte man wohl noch ein paar Bonusmeilen übrig. Im Flugzeug saßen Ösi Albert Forell (’Little Nikita’) als Frontsau und die deutschen ’Stars’ Elke Sommer (’Unter Geiern’) als ahnungslose Kratzbürste, Katja Flint (’Piratensender Powerplay’) als Drogenopfer, Frank Lenart (’Das Geisterhaus’) als nervende Kackbratze namens Fränk (the only way to pronounce ’Frank’ in German) und Schlagerbarde Christian Anders, der nach der Hauptrolle in ’Brut des Bösen’ hier nur noch die dritte Geige als Drogenpusher und Vergewaltiger spielen durfte (selbstverständlich neusynchronisiert).
Personelle Highlights des Streifens sind ohne Frage sexy Heather Thomas (jaja, die Bikini-Mieze aus ’Ein Colt für alle Fälle’) und der supercoole Brad Harris. Es betrübt mich sehr, dass Harris im gehobenen Alter nicht öfter auf der Leinwand zu sehen war. Seine Präsenz zieht Filme wie ’Stein des Todes’ aus der gröbsten Storylache heraus und verleiht ihnen so etwas wie authentisches B-Movie-Feeling.

"Meine Mutter verzeiht dir nie, wenn er durch dich in Schwierigkeiten kommt."
"Woher willst du das wissen?"
"Weil… ich sah letztes Jahr beide durch ein Schlüsselloch…"

Clown gefrühstückt

Fazit: Nicht uninteressanter Genre-Schund aus deutschen Landen. Hat eigentlich alles, was Filme dieser Art brauchen: Eine dämliche Sterbeszene nach der anderen, ballernde Altstars, prügelnde Jungstars, eine Überdosis Drama und die Art von Protagonisten, die beim Knutschen am Meeresstrand "Du schmeckst so salzig!" sagen.


Hudson