Star Crystal


‘...In Space scientists have discovered a new life form...they are about to wish they hadn't...’


Originaltitel: Star Crystal (1986)
Regie: Lance Lindsay Drehbuch: Lance Lindsay & Eric Woster
Darsteller: C. Juston Campbell, Faye Bolt, John W. Smith FSK: 16


Freunde… im Ernst:

Ein Raumschiff fliegt durchs Weltenall…

Eine Crew sammelt auf einem Planeten eine fremdartige Kugel auf…

Ein winselnder Schleim-Welpe entschlüpft der Kugel…

Ein Raum voll antiker Computer-Monitore gibt leiernde Pieps-Geräusche von sich…

’Star Crystal’ schafft es, in schlappen FÜNF Minuten das erste Drittel von ’Alien’ zu ’übernehmen’, ohne dabei rot zu werden. Stattdessen werden die Crew-Mitglieder blau und ersticken. Ihr Schiff landet später auf einer Raumstation, die nicht lange braucht, um in die Luft zu fliegen. Nicht jedoch, bevor sich ein zweites Schiff ins All retten kann und nun die lange, beschwerliche Reise zur Erde antreten muss. Doch sie sind nicht alleiiiiiiiiin, wie schon die ’Prinzen’ sangen. Das schleimige, mittlerweile ausgewachsene Alien hockt in ihrer Mitte und wetzt schon die Tentakel…

“Bin ich hier denn nur von Schwachsinnigen umgeben?“
“Ich bringe ihnen was zu Essen!“

Le dessert?
Mann, mann, mann. Bei ’Star Crystal’ wird wirklich jedes *hust* klassische *hust* ’Alien-on-a-Spaceship’-Klischee bedient.
Ihr wollt ausgesaugte Astro-Leichen, die polternd ins Bild fallen und die Protagonisten zu Tode erschrecken? Ihr braucht Computer-Räume voll mit blinkenden Dioden und piepsenden … Piepsern? Ihr seht gern Leute durch enge Schacht-Röhren krauchen, während andere ihre Lebenssignale in Form von PacMan-Pillen auf einem Motion-Tracker-Monitor beobachten? Dann immer rein, in die schlechte Stube, hier bekommt ihr das alles und zwar reichlich. Davor und dazwischen gibt es nichts als unbeholfene Darsteller, die ein paar der dümmsten Zeilen der Filmgeschichte ausgurken. Im Ernst, von all den Dialogen, die ich in einem Sci Fi-Horror-Streifen erwarte, ist folgender sicherlich der letzte: “Oh Cherry, hast du diese Hühner-Pasteten verbraucht?“ “Nein, die waren in der Kühlbox.“ “Ich kann dir gar nicht sagen, wie glücklich mich das macht.“
Überboten wird das nur noch von der Soundkulisse, die düdelt, leiert, piept, schrillt, summt, brummt und nie, niiee, niiieee verstummt. Als dann das Finale herbeirückt und eines der schleimigsten Schlabber-Monster seit Erfindung des Sputum-Spunks [SPOILER] sich mit Namen vorstellt, die Situation sich als ganz dummes Missverständnis, und das Vieh selbst sich als eigentlich harmloser Wabbel-E.T. herausstellt, der den letzten Überlebenden sogar auf der Heimreise hilft und ihnen am Ende in Form einer gelben Grütze aus dem Fenster zuwinkt [SPOILERENDE] geht der Film in Richtung Supertrash. Aber nur für den Hauch dieser Szene, die sich eigentlich kein Mensch mit klarem Verstand so hätte ausdenken können...

Doch wo rauhe Töne sinnlos walten,
ist nicht mal mehr Träsch auszuhalten.

“Was ist das für ein Geräusch?“

Das ist der Sound meiner Seele, die in Pein aufschreit und für immer verstummt. Oder das unerträgliche Dauer-Hupen und Pupen eures Soundtechnikers, ihr Pappköppe. Hunde weg von diesem Dreck, das Gehör(n) könnte ihnen platzen. Und auch an den Rest: Abstand bewahren, ’Alien’ gucken, fertig!


Hudson