Spookies - Die Killermonster


‘GREMLINS chased you/GHOULIES terrified you/Now beg for your life...’


Originaltitel: Spookies (1986)
Regie: Genie Joseph, Thomas Doran & Brendan Faulkner
Drehbuch: Ann Burgund,Thomas Doran, Frank M. Farel, Brendan Faulkner & Genie Joseph Darsteller: Felix Ward, Maria Pechukas, Dan Scott FSK: 18


“Wie kann man nur so ein Haus auf einem Friedhof bauen?“
[…]
“Vielleicht war das Haus ja zuerst da und jemand wollte seinen Rasen mit den Leichen düngen?“

Ein ländliches Spukanwesen. Ein kleiner Junge allein zu Haus. Ein spukiger Geisteropa mit pulsierender Stirnader im Keller. Eine Bande von rotznäsigen Jugendlichen im Auto auf dem Weg dorthin. Ein ominöses Ouija-Brett zur Beschwörung diverser Gummimonster.

Gelle?

Diese viel versprechende Ansammlung diverser Horrorklischees vereint sich zur Ausgangssituation von ’Spookies’, einem trashigen Gruselstreifen, der Gerüchten zufolge aus zwei unterschiedlichen Filmen zusammengeschustert wurde, was zum Glück nicht so sehr auffällt wie bei ähnlichen Produkten von Godfrey Ho (ja, das ist der mit den Ninjas).

Es stellt sich heraus, dass der Opa ein uralter Magier ist, der sich für Doctor Phibes hält und seine dem ewigen Schlummer verfallene Braut mit jeder Menge Blut wiedererwecken will. Da kommen ihm die neugierigen Störenfriede gerade recht.

Hier gibt's einiges abzustauben

“Kann mir jemand sagen, was das sein soll.“
“Das sieht aus wie ein Halma oder Mühlespiel oder sowas ähnliches.“
“Ich weiß was das ist, ich hab mal ’ne Abbildung in einem Buch gesehen. Das ist ein okkultes Brett.“
“Okkultes Brett. Ist das was zu essen? Beiß mal ein Stück ab.“

Mit drei Regisseuren, fünf Autoren und zwei unfertigen Filmen, die zu einem halbwegs fertigen zusammengeschustert wurden, hält sich ’Spookies’ sich nicht lange mit Plot, Story oder Charakterentwicklung auf, sondern springt ohne Vorwarnung in einen albernen Genre-Mix aus Trashmonstern (furzende und grunzende Staubzombies galore!), Okkultismus-Quatsch und jeder Menge dummer Sprüche (“Sesam öffne dich. Ich bin’s, Aladdin, der sich immer die Lampe vollgießt!“). Während sich die Charakterauswahl auf hysterische Klischeefiguren und lächerliche Hokus-Pokus-Gestalten (Armwedel-Faktor: enorm!) beschränkt, die Musik mit Dauergedüdel an den Nerven zehrt und Ausrufe der Marke “Wir werden alle sterben!“ das Dialog-Niveau schleifen, kommt der Film in Sachen Special FX so richtig schön in Fahrt.

Yeolde Shithead rides again
Und wenn ich schön sage, meine ich natürlich schön trashig. So machen die visuellen Effekte zwar den Anschein, als würde jemand mit einer Wunderkerze herumwedeln, doch schleimig zersetzte Mutanten-Hoschies, wabbelige Gummi-Gremlins, unterirdische Zombie-Gruppierungen, mechanische Plaste-Spinnen und zittrige Dämonen-Puppen geben sich mit kurzen Stop-Motion-Einlagen die Klinke in die Hand und dürften Fans supragrotesker Genre-Mauken mit Schwerpunkt auf Man-in-Suit-Terror die Butter aufs Brot packen.
Um es kurz zu machen: Hier regiert der Trash in allen Belangen.


Hudson