Mörderspinnen


‘A living, crawling hell on Earth!’


Originaltitel: Kingdom of the Spiders (1977) Regie: John 'Bud' Cardos Drehbuch: Alan Caillou, Stephen Lodge, Richard Robinson & Jeffrey M. Sneller (so viele?)
Darsteller: William Shatner, Tiffany Bolling, Woody Strode FSK: 16


Es ist was faul im Staate ’Red Neck’.

Kühe sterben, Hunde bellen nicht mehr, Frauen kreischen in der Nacht.
SPINNEN krauchen aus der Erde hervor, das böse Insektizid ’DDT’ ist schuld, dass sie sich mehren und gegen alle anderen Lebewesen wehren.

Speicheltest bei Dr. Katheter
Tierarzt Captain Kirk lüftet den Hut und bekommt Hilfe von einer blonden Wissenschaftlerin. Nachdem sich die Vorfälle bis hin zu Menschenopfern gesteigert haben, lassen die Autoritäten noch mehr Insektengift auf den Landstrich sprühen. Jetzt ist der Arsch der Erde offen und das ’Kingdom of Spiders’ ausgerufen.
Immer mehr achtbeinige Killer krabbeln in die Zivilisation, spinnen Menschen ein, bringen das Chaos und völlige Vernichtung. Nur eine handvoll Überlebender kann sich in einem Blockhaus verschanzen.

“Hoffentlich kommen diese Biester nicht ins Haus. Das wär noch schlimmer als Mäuse.“

Als junger Hüpfer war ’Mörderspinnen’ einer der Filme, die ich rauf und runterschauen konnte. Als junger Hüpfer hörte ich aber auch ’Jan Tenner’-Kassettten, aß Erdnussflips mit Nutella und fand David Hasselhoff cool.

"Iihhh, eine Gummihand!"
Oder um es mit Peter Weller zu sagen:
“Things ain’t what they used to be.“
Mal von der oberpeinlichen Romanze zwischen Pascha Shatner und der hysterischen Scientist-Blondine (“Ich kann das nicht glauben. Ich kann das nicht glauben!“) abgesehen, häufen sich manch üble Klischees in Story, Charakteren und Musik. Die Spinnen selbst sind zwar echt, die menschliche Interaktion mit ihnen aber jämmerlich. Nur beim Finale kommt da wirklich Stimmung auf, vielleicht aber liegt es auch an mir, an Arachnophobie leide ich wahrlich nicht.
Für all jene Unglücklichen gibt es natürlich viel Schauriges:
Spinnen auf ’ner Kuh, Spinnen im Pick-Up-Truck, Spinnen on a motherfuckin' Plane, Spinnen beim Picknick, Spinnen im Kamin, Spinnen spinnen überall.

Spinnen an der Lampe

Fazit: Farmland, Spinnen und William Shatner; klar schockt diese Mischung die Nerven. Wer einen originellen Spinnenfilm sehen will, versucht’s lieber mit ’Arachnophobia’, wer ein richtig knalliges Trash-Spido-Rama braucht, dem rate ich zum ’Angriff der Riesenspinne’. ’Mörderspinnen’ ist weder der Heber, noch ’pfui Spinne’, sondern einfach nur so lala.

Hudson