Space Wolf



Originaltitel: Space Wolf (2003) Regie & Drehbuch: Timo Rose
Darsteller: Anja Gebel, Yvette Moreaux, Andreas Pape FSK: 18


Kurze Info zum Start: Bislang kannte ich keine deutschen Amateurfilme (von dem herrlich doofen ’Operation Dance Sensation’ und den Werken der befreundeten GOT-Film-Schmiede mal abgesehen), schon gar keinen Vertreter des hierzulande recht vielfach vertretenen Amateur-Horror-Splatters.
Natürlich ist man als Filmfreund über die Existenz solcher Schinken dennoch informiert und die Inhaltsangabe von ’Space Wolf’ war die einzige, die mich jemals auch nur halbwegs animierte, meinen Nachholbedarf in dieser Richtung abzuarbeiten.

... und das 70 Minuten lang!

Dass dies schon mein erster Irrtum war, stellte sich bald heraus. Denn die Story von der Selbsthilfe-Psychotherapie-Runde gewalttätiger, alkohol- und geisteskranker Jugendlicher unter Aufsicht im Wald, die von einen Werwolf aus dem Weltall attackiert werden, gab auf dem Schirm nicht wirklich viel mehr her als folgendes:

A. Antiheld, der den ganzen Film über aus der Whiskey-Pulle schöpft
B. Blutige Effekte von Olaf Ittenbach
C. Cameo von Olaf Ittenbach
D. Dicker Metalhead, der das Alphabet rülpst
E. Ekel garantiert. Nicht etwa wegen ’B’, sondern wegen der abstoßenden Darsteller
F. Ferris MC steuert den Song ’Im Zeichen des Freak’ zum Soundtrack bei
G. Garstige Zänkereien zwischen allen Beteiligten
H. Hetzjagd durch den Nachtwald…
I. …inklusive Rumgeschrei im ‘Blair Witch’-Style
J. Ja, Bela B. spielt mit, ist aber nur ein Cameo
K. Kopp ab!
L. Lahmer Score, der irgendwie nach Soundcheck klingt
M. ‘Maniacs, Maniacs in the Woods and they’re screaming like they’ ve never got the Brust’
N. Nee oder? Ist der grad mit entblößtem Unterleib durch den Wald gerannt?
O. Och menno, nicht schon wieder Geschrei und Gezänk. Peace, Leute!
P. Psychotherapeuten, die Agressionen mit Weichspülmethoden verhindern wollen nerven
Q. Quatschige Quark-Quasseleien
R. ‘Rülps Around the Clock’ ist weder lustig, noch unterhaltsam, sondern einfach nur doof
S. Space Wolf sieht aus wie ein Yeti zur Brunftzeit und erscheint erst im letzten Drittel
T. Trashfaktor im sechsstelligen Bereich
U. Unterhaltung auf unterster Ebene
V. Verdammt, noch dreißig Minuten…
W. Werbung für JA! Katzenfutter
X. X-mal wiederholte Beleidigungsduelle der besonders niveaulosen Art
Y. Y-Chromosomen bringen’s nicht
Z. Z-Grade all the way…

Space Molch

“Das ist auch so ein Grund warum ich hier bin. Weil ich so ’ner Scheiß-Extherapeutin ein Messer in den Bauch gejagt hab…. 13 mal!“

Ihr seht selbst. Ich konnte mir zu diesem Schmarrn noch nicht einmal ein ’richtiges’ Review abringen. Wer aber in diesem Alphabet des Wahnsinns den einen oder anderen Buchstaben nach seinem Geschmack findet, den kann ich nicht davon abhalten, sich eine Portion ’Space Wolf’ reinzukellen. Aber Vorsicht: It’s bad, man!


Hudson