Sleeping Car



Originaltitel: The Sleeping Car (1989)
Regie: Douglas Curtis Drehbuch: Greg Collins O'Neill
Darsteller: David Naughton, Judie Aronson, Kevin McCarthy FSK: 18


Schlafwagen-Horror. Aha. Man lernt nie aus.

Dentaler Jokus
In ’Sleeping Car’ geht’s um ein altes Abteil, das nach einem bösen Zugunglück seit 10 Jahren auf dem Abstellgleis vor sich hin modert und nach dem Ableben des letzten Mieters auf einen neuen Insassen hofft. Der kommt in Form des vierzigjährigen Studenten Jason (David Naughton) und versucht, es sich so bequem wie möglich zu machen. Viel Raum bleibt ihm nicht dazu. ’Der Mister’, jener ominöse Vormieter, so berichtet die Vermieterin, hat befohlen, dass niemand in dem Abteil etwas ändern dürfe. Als wäre dies nicht schon seltsam genug, hat Jason bald gespenstische Visionen. Bei seinem schrulligen Nachbarn, Mr. Tuttle (Kevin McCarthy) findet er Gehör, bei seinem quietschigen Dozenten dumme Sprüche und bei Komillitonin Kim etwas mehr (zwinker, zwinker). Während Jason seinen 2. Frühling feiert, treibt der Geist des ’Misters’ sein Unwesen im abgestellten Schlafabteil und tötet unangemeldete Eindringlinge auf äußerst bizarre Art und Weise…

Entschuldigen sie, ist das der Sonderzug zur Hölle?
Ähm… entschuldigt ihr bitte diesen peinlichen Einstieg, aber ich bin von der Dämlack-Synchro des vorliegenden Filmes wohl immer noch ein bisschen mitgenommen.

Matratzenfedern
from Hell
’Sleeping Car’ kennt in punkto Sprüche-Humor überhaupt keine Schamgrenze, doch wo bei Spencer&Hill-Filmen (oder anderen Gassenhauern, die von Rainer Brandt oder einem seiner Komplizen verzapft wurden) der Lachkrampf obsiegt, herrscht hier Krampf pur. Weder ist bei ’Sleeping Car’ etwas zitierbar (und ihr wisst, wir zitieren jeden Scheiß!), noch passend zur allgemeinen Grusel-Atmo.
Diese hat dank der netten Effekte von John Carl Buechler (der auch den ’Mister’ spielt) wenigstens einige optische Leckerli zu bieten. Masken und penetriertes Protheseneinerlei waren halt schon immer Buechlers Stärke.
Bleiben die Schauspieler. Kevin McCarthy (’Die Dämonischen’) gibt seine ’alter Kauz’-Nummer zum Besten, Judie Aronson (’American Fighter’) fällt vornehmlich durch ihr Grinsen auf und Jeff Conway äfft sich die Visage wund. Und David Naughton? 10 Jahre sind vergangen seit ’American Werwolf’ und er spielt immer noch College-Studenten?
Nunja, dann aber doch bitte nicht solche Spruchteufelchen. Das war nämlich gar nix.


Hudson