Sidekicks


“A dreamer and a champion. An unbeatable team...Until his hero stepped out of his fantasies to fight at his side.”


Originaltitel: Sidekicks (1992) Regie: Aaron Norris
Drehbuch: Lou Illar & Galen Thompson
Darsteller: Jonathan Brandis, Mako, Chuck Norris FSK: 12


Der junge Teenager Barry (Jonathan Brandis, ’ES’) ist ein asthmatischer Schwächling, der nur Spott von seinen Mitschülern erntet und lediglich in seinen Tagträumen zu wahrer Größe wächst. In jenen erlebt er an der Seite von ’Actionstar’ Chuck Norris (Chuck Norris) große Abenteuer; kämpft gegen Ninjas, Terroristen, Nazis, und böse Vietnamesen.

Sogar im Traum sieht Norris
irgendwie tranig aus.
Seine attraktive Lehrerin Ms. Chen (Julia Nickson-Soul, ’Rambo 2’) und sein nerdiger Vater (der ’fabelhafte Bakerboy’ Beau Bridges) sind ratlos und kommen einfach nicht zu dem Jungen durch. Auch als er es im Dojo von Master Stone (’SNL’ Comedian Joe Piscopo, ’Dead Heat’) versucht, werden er, sein Idol und seine Ideale verhöhnt.
Erst als Barry den alten Onkel der Lehrerin, Mr. Lee (wie immer klasse: Mako, ’Conan - Der Barbar’) trifft, der so manchen Kniff in Sachen Kampfkunst beherrscht, ändert sich sein Leben. Von nun an durchläuft Barry (unter dem Synonym ’Mr. Knödelmann’) ein Training, das ihn am Ende sogar zu einem großen Turnier bringen soll…

Achja, Sidekicks ist wohl eine dieser Jugendsünden, die Jonathan Brandis und ich teilen. Keine Frage, der Film strotzt nur so vor Peinlichkeiten. Von der Grundidee (Junge versetzt sich in Traumwelten mit Chuck Norris! HALLO! Chuck Norris?), über jedes bediente ’Karate Kid/Tiger’ Klischee, bis hin zu Jonathan Brandis Frisur ist hier einiges zum Haareraufen. Eben so albern sind die Dialoge („Schau an, Chuck Norris! Schade dass du nicht mehr kämpfst, ich würde dir den Arsch versohlen.“ „Davon träumst du Stone.“ „Ja, ich bin dein schlimmster Alptraum!“), die Musik und die Fights (10 Kicks, von denen 8 ins Leere treffen). Der Rest der Action beschränkt sich auf explosives Geballer, bei dem nie ein Mensch getroffen wird. Aber das alles ist halb so schlimm, denn auf seine peinlich beschränkte Art und Weise, so muss ich gestehen, macht der Film eine Menge Spaß.

Hier wurde offensichlich mit
historischem Referenzmaterial gearbeitet.

’Sidekicks’ ist einer dieser typischen, familienfreundlichen 90er Jahre Actionfilme, die eine Menge Spass machen, wenn man ein Kind dieser Dekade ist und sich um Peinlichkeiten wenig schert. An das Vorbild ’Karate Kid’ kommt er allerdings nicht heran.

Hudson