Shrunken Heads



Originaltitel: Shrunken Heads (1994)
Regie: Richard Elfman Drehbuch: Matthew Bright
Darsteller: Julius Harris, Meg Foster, Aeryk Egan FSK: 18


Als drei jugendliche Comic-Geeks säckeweise Schuldscheine vom örtlichen Gangsterboss Big Moe (Meg Foster) stibitzen, hetzt diese(r) den Kids die Viper-Gang auf die Fersen. Da diese Typen mit den drei Freunden sowieso eine Rechnung offen haben, holen sie schließlich mit ganz groben Kellen aus und knallen sie über den Haufen. Die Nachbarschaft ist entsetzt, da es aber mal wieder keiner gewesen sein will, muss der alte Kumpel der Jungs, Mr. Sumatra (ein tahitianischer Ex-Cop und derzeitiger Zeitungsladenbesitzer) eingreifen. Er schnappt sich die Köpfe der drei Leichen und bearbeitet sie mit seinem ’Papa Shango’-Budenzauber, bis drei waschechte Schrumpfköppe draus geworden sind. Nicht nur das, durch weiteren Hokus Pokus werden die Dinger auch noch lebendig. Nun schweben sie (!) als Racheschädel durch die Nacht und (wartet, einer kommt noch!) verwandeln ihre Opfer in Zombies…

Augen auf beim Schlussverkauf!

Ihr merkt schon, hier wird nix ausgelassen. Und einmal mehr muss ich Charles Band für seine absurden Ideen zuprosten.
Regie führte hier Danny Elfmans Bruder Richard (’Totaler Sperrbezirk’), der zwar den ’echten Horror’ größtenteils links liegen lässt, dafür aber in Sachen Komik voll auf die Kacke haut (vor allem im flotten letzten Drittel) und sogar noch Luft für einen romantischen Subplot hat. Und wo wir schon bei Brüdern sind: Die Musik von Bands Bruder Richard (’From Beyond’) orientiert sich oftmals merkbar bei Danny Elfmans ’Edward mit den Scherenhänden’-Score. Dafür ist auch einer von Richard Elfmans Söhnen in der Besetzung zu finden. Tja, ist halt alles ein Sauhaufen mit viel Vitamin B, da drüben in Hollywood. Immerhin sind die Darsteller für ’Full Moon’ Verhältnisse recht patent.
Meg Foster (’Masters of the Universe’) ist spitze als herbe Transe ’Big Moe’ (und mit Kontaktlinsen und dicker Elvis-Tolle kaum zu erkennen) und Julius Harris (’Maniac Cop 3’) hat als ’Mr. Sumatra’ alle Sympathien auf seiner Seite. Einen Extrapunkt gibt es für den kleinen Untoten-Bratz, der seinem Schwarm mit den Worten “Ich will dich noch einmal berühren!“ schwuppdiwupp unter die Bluse grapscht und erst mal ihr Dekollete abcheckt.

“Ich lade sie herzlich in meine Wohnung ein, für eine Zombiefikation!“

Meet the Kopp, that can't be stopped!

Fazit: Turbulent, schön doof und nie langweilig. ’Shrunken Heads’ ist eine putzige Grusel-Komödie aus dem spinnerten Oberstübchen Charles Bands, die sich erfreulich wenig ernst nimmt, allerdings auch nicht allzu originell ist. Knallharte Horror-Freaks bekommen zwar kaum etwas zu staunen, für alle Ulknudeln und Clownsnasen unter euch ist das hier aber genau das Richtige.


Hudson