Shopping


‘Where they slash their prices - and their customers!’


Originaltitel: Chopping Mall (1986)
Regie: Jim Wynorski Drehbuch: Steve Mitchell & Jim Wynorski
Darsteller: Kelli Maroney, Tony O'Dell, Russell Todd FSK: 18


‘Produziert von Roger Corman’

‘Regie: Jim Wynorski’

Wer das liest schaltet entweder ab (Banausen), ist bis über beide Ohren verzückt (verklärte Trash-Fans) oder wartet erst einmal ab (Ich… meistens).

Hurra, es lebe die Technik.

Sommer-Sch(l)ussverkauf
Aufgrund der unfähigen Dösigkeit der aktuellen Wachmannschaft, soll eine neue Serie von Wach-Robotern ein großes Einkaufszentrum vor möglichen Einbrüchen schützen. Sich nach Ladenschluss in den Betten des Möbelhauses zu wälzen ist allerdings das Größte für eine handvoll Teenies. Also macht man es sich dort gemütlich, packt die Möpse aus und schaut sich auf dem Kabel-Kanal ’nen alten Corman-Schinken an. Während sich die Jungs und Mädels einen netten Abend machen, erwacht in den Robotern eine satte Fehl-Funktion, lässt sie ihre Techniker und den Hausmeister töten und die Mall nach weiteren Fremdkörpern absuchen. Da dauert es natürlich nicht lange, bis die Blecheimer zum Halali auf die Beischlaf-Bratzen blasen.

“Der Gedanke macht mich krank, mitten in der Nacht von Killermaschinen durch ein Kaufhaus gejagt zu werden.“

Nicht so schnell!
’Chopping Mall’ ist ein B-Film wie er im Buche steht.

Schichtwechsel
Schon allein die Prämisse ist hanebüchen hoch 10: Killer-Roboter jagen Jugendliche… aber ihr habt’s ja selbst gelesen.
Es ist schon erstaunlich, wie es solche Filme manchmal sogar schaffen, einigen Genre-Höhepunkten zuvor zu kommen. Vielleicht waren Corman und Wynorski ja bei einer Branchen-Wahrsagerin, die ihnen prophezeite, dass im Jahre 1988 ein Kassen-Knüller erscheinen würde, in dem ein Polizist, eingeschlossen in einem Hochhaus, von Terroristen gejagt wird. Interessiert dachten sich die beiden daraufhin: ’Gute Idee, aber warum ein Polizist und Terroristen? Langweilig! Machen wir College Kids und Killer-Roboter draus, dann können wir das Ganze sowohl Jugendlichen, als auch Action- und Horror-Fans verkaufen!’
Ein paar leidlich bekannte Jungdarsteller (u.a. John ’Mystor’ Terlesky, Barbara ’Re-Animator’ Crampton) und kultige Kurz-Auftritte (Mel ’Königreich vor unserer Zeit’ Welles, Dick ’Nacht der Creeps’ Miller und ’Death Race 2000’-Regisseur Paul Bartel) organisiert, rollende Trash-Can-Cyborgs aus der Kellogs-Schachtel zusammengebastelt (und mit Laser-Strahlen bestückt, die einem glatt die Omme wegmatschen können), dazu die passend schrillen Sythie-Sounds von Klimper-Klempner Chuck Cirino (’Haunting Fear’) und fertig ist ’Shopping’.

Nach dem Chop im Shop braucht man nur noch einen Mop.

Tacheles: Hier shoppt der Tod, hier steppt der Bär, hier schreit das Weib. Das Überleben überlässt man den Nerds, die nicht gepimpert haben und das verächtliche Stöhnen den Zuschauern, die nicht getrunken haben oder sowieso keinen Sinn dafür haben. Der Rest hat Spaß, wie so oft bei Wynorski und Corman.
Ja, diese Art von Film! Was habt ihr erwartet?



PS: ’Möbel Boss’ heißt in Amerika übrigens ’Furniture King’!

Hudson