Weltraum-Kommando S.H.A.D.O.



Originaltitel: UFO ...annientare S.H.A.D.O. stop. Uccidete Straker... (1974) Regie: Alan Perry Drehbuch: Gerry Anderson
Darsteller: Ed Bishop, George Sewell, Michael Billington FSK: ungeprüft


Aliens greifen Menschen an!
UFOs über der Erde!
Niemand weiß, woher die außerirdischen Spionage-Vehikel kommen. Doch die Superseppel der geheimen Weltraumorganisation SHADO (Supreme Headquarters Alien Defence Organization) unter Commander Sraker (Ed Bishop, ‘2001: Odyssee im Weltraum’) sind dem Spuk auf der Spur. Eine Spur, die sie bald auf die Erde führt, genauer nach Südengland, wo eine der fliegenden Untertassen niederging. Ihr Inhalt, ein Alien mit grünem Gesicht (nur das Gesicht, für den Rest hat die Farbe nicht gereicht) liefert sich eine Schiesserei (nur mit Maschinenpistole, für einen Laserstrahler hat das Budget nicht gereicht) mit einem englischen Parkwächter und dessen Wachhund Sultan (deutscher Schäferhund, dafür hat das Budget gereicht) und belauert kurz darauf ein englisches Herrenhaus, dessen Bewohner sich tatkräftig zur Wehr setzen.
Wie es aussieht (und sich anhört! Eine UFO-Drohne lässt ununterbrochen die monotone Botschaft: „Töten. Töten. Tötet Straker. Töten. Töten.“), wollen die Grünspan-Aliens den Commander töten, da seine starke Führung SHADO zu ihrem größten Gegner gemacht hat. Da schrecken die fiesen Invasoren auch nicht vor Gehörn-Manipulationen einiger SHADO-Mitarbeiter zurück. Doch S.H.A.D.O hat neben seinem versierten Commander auch heißes Kriegsgerät im Ärmelkanal…

“Wir können keine Phantome bekämpfen. Phantome, die morden, morden, morden… MOOORDEEEN!“

Hirnmanipulierte Aggressoren
haben die schönsten Haare
Yeah, baby, yeah. Mit Effekten irgendwo zwischen ’Roboter der Sterne’ und den alten ’Raumschiff Alpha’-Filmen von Antonio Margheriti, Interieurs, geziert mit wabernden Monitoren und transparenten Gummibetten, swinglastiger Orgelmucke und visuellen Spielereien aus der Klabauterkiste bietet ’Weltraumommando S.H.A.D.O.’ Fans von ’Space Operas’ einiges für Ohr und Auge.
Der Film steht in einem mir nicht bekannten Zusammenhang mit der Serie ’UFO’ und ist womöglich aus einigen Episoden zusammengeschnitten worden. Das tut auch nichts zur Sache, denn die Sause funtioniert ganz offensichtlich auch aus dem Kontext gerissen.
Während auf der Mondbasis nette Space-Sekretärinnen mit lila Haaren und glitzernden Blusen die Telefonarbeit verrichten, fahren (Mini-Panzer mit Rollkragen-Uniform-Insassen) fliegen (Raumgleiter mit Silberlack-Uniform-Insassen) und tauchen (U-Boote mit Netzhemd-Uniform-Insassen!) unsere Helden Sektoren, Planquadrate und Luftmeilen ab. Dass zwischendurch ein wenig viel gelabert und ein wenig wenig geräuchert wird, kann man dieser preiswerten itaienisch-britischen Co-Produktion verzeihen.

“Eine Droge für Gedächtnisschwund?“
“Sie dient nur ihrer Sicherheit. Sie müssen vergessen, dass sie hier waren. Völlig ungefährlich und geschmacklos.“

Let's play 'Spank the Tank'

Genre-Liebhaber die sich bei antiken Science Fiction-Abenteuern der Sorte ’Raumpatrouille Orion’ und ’Planet der Verdammten’ gut aufgehoben fühlen und sich selbst nicht zur breiten, geschmacksneutralen Zuschauermasse zählen, werden sicher auch dem ’Weltraumkommando S.H.A.D.O’ salutieren.



PS: Ja, nee, das Cover macht überhaupt keinen Sinn.


Hudson