Rodan – Die fliegenden Ungeheuer von Osaka


‘Thundering out of unknown skies--The super-sonic hell-creatuire no weapon could destroy!’


Originaltitel: Sora no daikaijû Radon (1956) Regie: Ishirô Honda
Drehbuch: Takeshi Kimura & Takeo Murata
Darsteller: Kenji Sahara, Yumi Shirakawa, Akihiko Hirata FSK: 12


Im friedlichen Bergwerksdorf Kitamatsu wächst die Spannung zwischen den Kumpeln, als immer mehr Leute nach einem Wassereinbruch in den Stollen verschwinden und später schrecklich entstellt (und tot) geborgen werden. Die Ratlosigkeit ob der Ursache löst sich auf, als riesige Insektenwesen aus den Tunneln schleichen und im Dorf für Angst und Schrecken sorgt. Doch tatsächlich sind diese gigantischen Käfer nur die Leib und Magenspeise eines weitaus gefährlicheren Ungetüms, das sich endlich aus den Klüften des Berges erhebt und von nun an unter dem Namen ’Rodan’ die japanische Provinz unsicher macht.

Und nicht nur diese, denn ’Die fliegenden Monster von Osaka’ ist Rodans Einstand in die Welt japanischer Monster-Movies (’Kaijus’ genannt) und leider ein ziemlich dürftiger, wie ich missmutig feststellen musste.

Es ist ein Junge!
Der riesige Flugkörper, der mit wahnsinniger Geschwindigkeit in ganz Asien Ärger macht, kommt in seinem Erstling (von ’Kaiju Mastermind’ Ishirô Honda) von 1956 wie ein ’Godzilla-Klon der Lüfte’ daher und weiß wenig neues zum Genre beizutragen.
Das ganze beginnt zwar recht spannend, viel eher wie ein Horror-Film, als eine Monster-Mische, doch dem Plot fehlt es an Reizen und den Darstellern an Begabung, um den Zuschauer am Bildschirm zu fesseln.
Das Fehlen eines Protagonisten erschwert das Ganze zusätzlich. Da ist der Ingenieur Shigeru, der anfangs diese Rolle zwar übernimmt, aber dann (nachdem er Rodan hat schlüpfen sehen) den Verstand verliert und immer mehr in den Hintergrund der Story gerät.
Das Geschehen wird bald von Wissenschaftlern und Militärs bestimmt (inklusive der forensischen ’Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug?’ Diskussionen), die bald viele große (Kaiju-typische) Geschütze auffahren, um dem Wesen (bald sind es sogar zwei) beizukommen. Rodan selbst (wie immer ein Mann im Kostüm) ist ein optisch wenig beeindruckendes Monstrum und ähnelt einem niedlichen, braunen Gummi-Adler, den man mit ’Frau Elster’ gekreuzt hat.
Immerhin macht er dann im letzten Drittel mit seinen gewaltigen Schwingen (angebliche Spannweite: 200 m) eine Menge Wind und zerstört damit Häuserblocks, Straßenzüge und was die Miniatur-Spezialisten der Toho-Studios noch so alles im Karton hatten, bis es zum schmalzigen Ende kommt, das uns die obligatorische ’Menschen sind böse und machen die Natur kaputt, die ollen!’ Message aufdrückt.

’Let's go surfin' now, Everybody's learning how...’

’Rodan – Die fliegenden Monster von Osaka’ will uns die Angst der Japaner, vor Allem was von oben kommt, verbildlichen, schafft das aber nur begrenzt. Es bleibt ein Monster-Film mit dürftiger Story und blassen Akteuren, der sich dank seiner unterhaltsamen Zerstörungswut und dem Bonus, einer der ersten seines Genres zu sein, in den Durchschnitt retten kann.

Hudson