Robo Warriors



Originaltitel: Robo Warriors (1996)
Regie: Ian Barry Drehbuch: Stuart Gordon & Michael Berlin
Darsteller: James Remar, Kyle Howard, James Tolkan FSK: 18


Also sprach der Anchorman des Galaktischen Rates:

“Im Jahre 2036 wurde die Erde von grausamen Kriegern eines fremden Planeten erobert, den Teridaxx. Es gab keinen Krieg, wie man ihn bisher kannte. Riesenhafte Kampfmaschinen, sogenannte Roboter-Gladiatoren, lieferten sich Duelle. Die letzte Maschine, die in der Lage gewesen wäre, diesen außerirdischen Feind zu besiegen, lag tief im Dschungel verborgen und wartete darauf von einer kleinen Gruppe Widerstandskämpfer zum Leben erweckt zu werden. Das ist ihre Geschichte.“

Ach, ich liebe diese käsigen Precredit Voiceover. Erstens sind sie eine tolle Einstiegshilfe für begriffstutzige Typen wie mich und zweitens ersparen sie es mir, eine eigene Inhaltsangabe zu verfassen. Nun, jedenfalls fast.

Die 3 von der Tauchstation
Kommen wir erst einmal zu den außerirdischen Terrydingens, die silberne Haut und eine symetrisch geriffelte Nase haben. Ihr Anführer wird von James Tolkan (’Zurück in die Zukunft’) gespielt. Wie die Typen die Erde erobern konnten bleibt fraglich. Arnie, Sly und Bruce waren zu der Zeit wahrscheinlich schon tot. Uns blieb James Remar, der mir persönlich immer als ausgebooteter ’Colonial Marine’ aus ’Aliens’ in Erinnerung bleibt, aber auch in (Achtung Ironie) Topfilmen wie ’Mortal Kombat 2’ mitgewürgt hat und immerhin einmal einer der ’Warriors’ war.
Hier spielt er den abgehalfterten ’Robo Warrior’ Ray Gibson, der von einem ungestümen Teenager für die Rebellion neu motiviert wird. Nach einigen Abenteuern im Dschungel haben sie dann auch das passende Vehikel für den Einsatz, den sogenannten ’Earthbot’ erobert und die Riesenrobo-Keilerei kann losgehen. Die Regierung hält vorerst gar nicht viel von der Sache, doch wer hört schon auf Verräter, die ihren Planeten an außerirdische Silberfische verscherbelt haben. Drum wird der große intergalaktische Rat zusammengerufen, der dann entscheidet: Ein Duell auf Leben und Tod zwischen ’Earthbot’ und ’Teridaxxbot’ soll das Schicksal der Terraner besiegeln…

Das sieht besser aus, als es äh... aussieht.

Tja… eigentlich ist alles gesagt. Ein paar nette Robo-Fights (u.a. mit einem Dino Robo… warum auch immer die Aliens so ein Ding gebaut haben?! Sind die etwa auch Geeks?), viel überflüssiges Resistance-Rumgequatsche und ein paar armselige Shootouts. Fertig ist ein lahm konstruiertes Ramsch-Movie mit ausdruckslosen Schauspielern und einer völlig unbegründeten Freigabe ab 18.
Wie’s um die Logik bestellt ist, habt ihr ja selbst gelesen. Fein, Logik ist nicht das Salz, das die Filmsuppe zusammenhält, aber gigantische Riesenroboter, die im Zweikampf Kriege um ganze Zivilisationen austragen… das ist sogar mir zu kindisch. Und wenn schon, dann nicht diesen hier. Denn den haben ein paar Panneköppe wahrscheinlich lediglich nach 20 Jahre alten Sandkasten-Vorlagen gefertigt. Aber auch das ist nur eine halbe Entschuldigung, denn selbst die meisten Fünfjährigen dürften mehr Fantasie haben.


Hudson