Robot Maniac


‘You have only one life to live...but there are many ways to die...’


Originaltitel: Death Warmed Up (1984)
Regie: David Blyth Drehbuch: David Blyth & Michael Heath
Darsteller: Michael Hurst, Margaret Umbers, William Upjohn FSK: 18


Kesse Bienen...
Dr. Howell, ein Mad Scientist der Gentechnologie, wird von seinem Partner Tucker vor den Kopf gestoßen, als dieser Howells verrückte Experimente am menschlichen Hirn (Forschungsziel: Unsterblichkeit) nicht mehr mitmachen will. Zu dumm, dass dem irren Genie am selben Tag Tuckers Sohn Michael in die Arme läuft (unter der Dusche) und Howell dem Jungen eines seiner Hirnmanipulierer spritzt (in den nackten Arsch). Das Zeug richtet mächtig viel Schaden in Michaels Birne an und als der Junge zuhause ankommt, hat er auch schon eine Schrotflinte im Arm und Mom und Dad bald die Munition im Leib. Nach der Missetat wird Michael in eine Zwangsjacke mit passender Windel gesteckt und in die erstbeste Gummizelle der nächsten Klapsmühle verfrachtet, wo er sieben Jahre lang wie ein Pinball zwischen den Wänden hin und herspringt, bis es Tilt im Kopf macht und der gute Junge wieder entlassen wird. Jetzt treibt ihn vor allem ein Gedanke: Herauszufinden, was diese ganze Arschpieksgeschichte unter der Dusche von damals überhaupt sollte… mit anderen Worten: Rache. Und die sucht Michael mit drei Freunden auf einer abgelegenen Insel, auf welcher Howell eine neue Anstalt führt, in welcher er andere Hirnzombies heranzüchtet…

...flotte Typen
Wie ihr meiner formschönen Inhaltsangabe entnehmen könnt, ist die Story von ’Death Warmed Up’ gelinde gesagt ’Banane’. Allerdings ist der Film viel besser als sein Ruf und kommt in atmosphärischer Optik, grantigen Effekten (mal wieder nur in der ungeschnittenen Fassung) und mit einem mehr als fähigen Hauptdarsteller daher. Regisseur David Blyth, der später bei TV-Schrott wie der ’Power Rangers’ TV-Serie Regie führte, schafft ab der zweiten Hälfte genug Spannung herbei, um den Film von alleine laufen zu lassen. Die Hatz durch die gespenstig illuminierten Katakomben der Irrenanstalt sind beklemmend inszeniert und lässt sowohl in punkto Action, als auch in Sachen Gore-o-mio kaum zu wünschen übrig.
Michael Hurst, der später als ’Iolaos’ eines der Highlights der ’Hercules’ TV-Show war, leistet als ver(w)irrter Protagonist ganze Arbeit und erinnert äußerlich gespenstig an den jungen Rutger Hauer. Ebenfalls mit dabei sind die Oz-Genrehaudegen Bruno Lawrence (’Quiet Earth’) und Nathaniel Lees (’Matrix 2 & 3’), sowie etliche Nebendarsteller aus späteren neuseeländischen Kult-Produktionen, wie ’Braindead’ oder ’Herr der Ringe’-Trilogie. So ist das halt bei den Kiwis. Auf jeden kommen sechs Schafe und als Schauspieler trifft man sich immer zweimal.

"Was hast du mit der kessen Biene gemacht, du flotter Typ?"

Fazit: Kleiner fieser B-Reißer und quasi ein Pionier des neuseeländischen Horrors, der in ungeschnittener Form sowohl für Goregeilis, als auch für Horrorfans mit Hang zu atmosphärisch dichten Korridor-Rangeleien einen Blick wert ist.


Hudson