Return to Frogtown



Originaltitel: Frogtown II (1993)
Regie: Donald G. Jackson Drehbuch: Donald G. Jackson & Tanya York
Darsteller: Robert Z'Dar, Denice Duff, Lou Ferrigno FSK: keine (PG-13)


“Hello, my name is Dr. Greenthumb!“

Sam Hell und Dr. Spangle sind wieder da.
Doch vergessen sind Roddy Piper und Sandahl Bergmann. Robert Z’Dar (’Maniac Cop’) und Denise Duff (’Subspecies’) schlüpfen in die beiden Rollen und damit Neulinge im Frogtown-Universum nicht durcheinander kommen, benehmen die beiden sich so, als hätten sie keinerlei Vorgeschichte.
Der Film beginnt mit dem Rocket-Ranger Jones (Lou Ferrigno), der sorglos durch die Lüfte düst und unverhofft von den Frogs, froschähnlichen Mutantenwesen, vom Himmel geholt und entführt wird. In Frogtown, dem Sitz der Quak-Köppe, wird der Ärmste dem ebenfalls entführten (und nicht ganz dichten) Prof. Tanzer vorgestellt, welcher ein Serum erfunden hat, das Menschen in Frogs verwandelt.

Lou gets frogged.
Verantwortlich dafür ist Commander Toty (Hells Nemesis in Teil 1), der von den Toten wieder auferstanden ist und unter der Fuchtel des mysteriösen ’Frogmeister’ nach der Domination allen menschlichen Lebens in der Endzeit strebt. Das müssen Sam Hell, der Welt größte Samenschleuder und die gute Dr. Spangle verhindern…

Donald G. Jackson bescherte Genre-Fans mit ’The Hunter – Hell comes to Frogtown’ ein kultig-eigensinniges B-Movie, das bald eine eigene Fanbase hatte, was Jackson dazu ’inspirierte’, einen Nachfolger zu produzieren.
Leider setzte der Regisseur und Autor hier zu sehr auf Schauwerte, ohne dabei das richtige Händchen für Stringenz zu beweisen. Vor allem bei der Cast hat man das Gefühl, Jackson ginge es vor allem um ’Trademarks’. Mit anderen Worten: ’Kantholz-Guschen’, die sich leicht einprägen und die man immer irgendwo schon mal gesehen hat’. Und das ist ihm auch gelungen, wenn man auch Abstriche in den resultierenden Leistungen zu verzeichnen hat.

The Great Brion James
So ist Robert Z’Das zwar eine knuffige Type, aber das Zeug, durch den Film zu führen, hat er leider nicht. Charles Napier rattert seine Nebenrolle routiniert herunter und Lou Ferrigno… sagen wir, es war clever von Jackson, ihn als gefangenen Soldaten zu casten, der lediglich Dienstgrad, Name und Nummer sagen darf. Kudos gehen an (den leider bereits verstorbenen) Brion James (’Blade Runner’), der sicherlich schon alles gespielt hat, aber hier sein Repertpoire noch um einen senilen ’Mad Scientist’ ergänzt und zu den wenigen Höhepunkten des Filmes gehört. Zu jenen zählt auch die Nachtclub-Gesangseinlage einer Band mit albernen Froschmasken, die nochmal eine Schippe schrottiger sind, als im Vorgänger. Vor allem die sprechende Gummipuppe ’Junior’ lädt zum Schmunzeln und sehnsüchtigen Erinnern an gute alte ’Meet the Feebles’-Zeiten ein. Das alberne Outfit der Rocket Ranger ist zwar ebenfalls Spaß verheißend, jedoch ein Quäntchen zu dick aufgetragen (was soll der Entenschnabel-Hutschirm?).

Froxican Standoff: Superkinn gegen Suppenschüssel

’Return to Frogtown’ hat auf dem Papier alle Zutaten, die das Original so liebenswert machten. Auf dem Schirm ist das leider nicht ganz so. Obwohl ich mich einigermaßen gut unterhalten fühlte, muss ich Roger G. Donaldson eine verhältnismäßig lustlose Inszenierung und den Darstellern eine unpassende ’Under-Performance’ ankreiden. Wenn ich aber einen Blick in Richtung der beiden Sequels werfe, kann ich den Film bedenkenlos an alle Trash-Fans und Froschmänner weiterreichen. “Ribbit!“


Hudson