Die Rückkehr des Unbegreiflichen


‘A Supernatural Nightmare of Unholy Terror.’


Originaltitel: Retribution (1987)
Regie: Guy Magar Drehbuch: Lee Wasserman & Guy Magar
Darsteller: Dennis Lipscomb, Hoyt Axton, Leslie Wing FSK: 18


’Retribution’ ist einer dieser sträflich missachteten Achtziger Jahre Horror-Thriller, an die sich heute kaum mehr einer erinnern kann. Zu Unrecht!

George hat Probleme mit der Kunst ...

George Miller, ein verzweifelter, erfolgloser Künstler aus L.A., will seinem Leben ein Ende machen und stürzt sich vom Dachen seines Hotels. Den Rettungskräften gelingt die Wiederbelebung und nach einer ausführlichen Rehabilitation körperlicher und psychologischer Art wird George aus dem Spital entlassen, um seinem Leben eine zweite Chance zu geben. Von seinen Mitmenschen mit neuer Beachtung beschenkt, scheinen die Dinge erst recht gut zu laufen. Doch George plagen seid seinem Sturz furchtbare Alpträume, in denen er Menschen auf brutalste Art und Weise umbringt. Seine Therapeutin ist ratlos und George herausfindet, dass diese Morde tatsächlich geschehen, muss der eigentbrötlerische Künstler auf eigene Faust herausfinden, was da eigentlich vor sich geht…

“Ich kann keinen Grund für seine Träume finden.“
“Vielleicht ist er ein Verrückter?“

... mit den Frauen ...

’Retribution’ glänzt durch eindringliche Stimmung, die sich mit greller Optik mischt. Auch wenn die Auflösung des Mysteriums spätestens nach der Hälfte deutlich auf der Hand liegt, bleibt der Film stets spannend.
Dennis Lipscomp (’WarGames’) ist toll in der Rolle des verkrampften Einsiedlers, der auf der einen Seite aus sich herauskommen muss, um die Morde zu kären und diese auf der anderen Seite als hundsgemeiner Psycho-Bastard selber verursacht. Und wenn es einen Preis für die ’Mutigste Frisur des Jahres’ gäbe, er hätte ihn verdient.
Die Mordszenen sind äußerst bildhaft in Szene gesetzt und in Deutschland nur auf DVD zu begutachten (das alte Tape ist furchtbar geschnitten und hat sogar das Originalende völlig weggelassen).

... und mit der Visagistin.

Fazit: Trotz einiger Längen, gut gemachter, atmosphärischer 80er Grusel, mit passender Neon-Optik und einem tollen Hauptdarsteller. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber seit wann wäre das schon von Vorteil?!


Nool