Rana - Hüter des blutigen Schatzes


‘Something's wrong beneath shadow lake... dead wrong! ’


Originaltitel: Rana: The Legend of Shadow Lake (1975) Regie: Bill Rebane
Drehbuch: Lyoma Denetz, Jerry Gregoris & Mike Landers
Darsteller: Paul Callaway, Richard Lange, Glenn Scherer FSK: ungeprüft


"Haaalllo. Issa jeman'? Is'no offen? Gibs'no Biä?"

Wer dachte, dass es nach Bill Rebanes ‘Angriff der Riesenspinne’ nicht weiter bergab gehen könnte, der hat ganz offensichtlich vorliegenden Film mit dem formschönen aber völlig unsinnigen Titel ’Rana - Hüter des blutigen Schatzes’ (noch aus dem selben Jahr wie ’Giant Spider Invasion’) nicht gesehen. Kleiner Tip im Voraus. Lasst es einfach sein, ich erzähl euch mal schnell warum.

'Kids in Heat'
Am Shadow Lake, auf einer heimeligen Waldinsel irgendwo im amerikanischen Lalelu-Land geht Seltsames vor sich. Ein Wesen schleicht durchs Schilf und grapscht nach Unholden, die dort nach einem Schatz suchen. Ein Waldschrat-Opa mit Sprachproblem, eine Wissenschaftlerin mit Nerd-Neurose und ein Förster mit unnötig romantischer Begleitung gehen den Dingen auf den Grund und entdecken nach langer, langer, langer Zeit, dass der ganze Scheiss für die Katz war…

Was zum Teufel?!?!
Im Ernst, nicht einmal Brett Piper hätte sich getraut, so einen Schund zu fabrizieren und ihn auch noch der Öffentlichkeit zu präsentieren. ’Rana’ aka ’Croaked’ ist der Fußkäse unter dem Boden des Fasses, das im tiefsten Ausschusskeller abgefuckter Videotheken auf eine gnadenvolle Verbrennung hofft. Komplett mit lustlosen Darstellern, einem absoluten Abhandensein von Spannung, Tricks und professioneller Musik, ausgeglichen durch ein einschläferndes Dauer-Voice-Over. Und wer mir erzählen will, dass hierfür ein Script verfasst wurde, dem hau ich das Tokyoter Telefonbuch um die Ohren.

'Kids in Heat II - Still Kidding'
Da werden biologische Abhandlungen (ohne Hand und Fuß) heruntergeleiert, zwischenmenschliche Sülze gepresst und Rückblenden ohne Sinn für Schnitt dazwischen gebastelt, dass bald keiner mehr weiß, wat jetz wo eigentlich wer ist. Dazu kommt ein grunzender Irrer im grün angemalten Taucheranzug mit Pappmonster-Omme, den man sich auch noch bis zum Schluss aufgehoben hat, damit die Protagonisten mehr Raum für Labereien und ’Durch den Wald-Gehusche’ bleibt. Unfassbar. Man hätte zumindest einen überdrehten Funtrash draus machen können, so wie es das Cover impliziert (bloß nicht täuschen lassen). Stattdessen entschied man sich für einen straighten Horror wie er im Kinderbuch ’Ein Fröschlein hing am Angelseil’ geschrieben steht und lässt alte Backwood-Grampas Geschichten aus der Gruft zusammenseiern.
Ach und beinahe hätte ich die Kern-Szene des Films vergessen. Der Protagonist erzählt aus seiner Vergangenheit, in die wir ihm per Rückblende folgen dürfen:

“Dad sometimes called me ’a little zookeeper.
I collected everything from skunks to snakes.
But my baby deers, they were my favorites.”

Fazit: Unerträglich langweiliger Schmonsens, der in Heavy Rotation um eine öde Tümpel-Location im Kreis läuft, bis die Spule knackt und der Froschmann kackt. Schlecht, schlecht, schlecht und kein bisschen gut. Bodensatz Siegel. Kotz Standard. Aus und Ende.


Hudson