Puppetmaster V



Originaltitel: Puppet Master 5: The Final Chapter (1994) Regie: Jeff Burr
Drehbuch: Douglas Aarniokoski, Steven E. Carr, Jo Duffy,
Todd Henschell, Keith S. Payson & David Schmoeller
Darsteller: Gordon Currie, Chandra West, Guy Rolfe FSK: 16


Wo waren wir stehen geblieben?

This week on Puppet-TV:
Same Shit, different Film
Ah ja: Mad Scientist Jr., Rick Myers (Gordon Currie), konnte die Schergen des ägyptischen Dämonen-Fürsten Sutek mit Hilfe der Geschöpfe des Puppetmasters André Toulon besiegen, sitzt jetzt aber (so geht’s weiter) wegen Mordverdacht an seinen ehemaligen Kollegen auf dem Polizeirevier. Währenddessen hat Sutek seinen Plan, die Exklusivrechte an dem Geheimnis um das künstliche Leben zurückzuerobern und Toulons Geist und seine Puppen zu vernichten, immer noch nicht aufgegeben und transferiert seine Creature-Power kurzerhand in einen weiteren Dämonen-Diener, den er in Richtung Bodega Bay schickt, um sein Werk zu vollenden. Doch nicht nur Suteks neueste Kreatur ist scharf auf unser aller Lieblings-Puppenpack, auch ein paar professionelle Diebe unter der Führung des gierigen Dr. Jennings wollen sich die Killer-Püppchen unter den Nagel reißen. Das gibt natürlich eine Riesen-Sauerei. Zeit, für Rick ins Bodega Bay Inn zurückzukehren und seiner Berufung als neuer Puppetmaster zu folgen…

’Puppetmaster 5’ wurde bekanntermaßen back-to-back mit dem Vorgänger gedreht und ab und zu hat man leider das Gefühl, dass die besten Teile ausschließlich für den vierten Teil verwendet wurden.

Die Hobgoblins haben Duane
Whitaker wohl nicht gereicht
Die ersten 10 Minuten werden dann auch beinahe ausschließlich für ein Recap der besten Szenen aus ’Puppetmaster 4’ genutzt, während sich das darauffolgende ’Protagonist sitzt in U-Haft’-Szenario schnell als platzhaltende Luftblase entpuppt und ins Nichts führt. Was folgt sind Auseinandersetzungen zwischen den Einbrechern im Bodega Bay Inn, den altbekannten Puppen (Flammenwerfer ’Torch’ ist jetzt auch wieder dabei) und dem Dämon des Sutek, der zwar mittels Stop Motion toll animiert wird, jedoch seinen Vorgängern aus Teil 4 viel zu ähnlich sieht, um hier noch einmal Begeisterungsstürme auszulösen. Auch der Sub-Plot um die PSI-begabte Dame aus Teil 4, die nun eine Verbindung zu Gummi-Dämon Sutek und (im Film später wichtigen) Computer-Terminals hat, ist mehr als überflüssig. Trotzdem müsste man meinen, dass bei der geballten Versus-Power ein durchaus unterhaltsames B-Filmchen rumkommen müsste. Und ja, die Puppen machen auch nach wie vor Spaß, aber der Rest schmeckt einfach viel zu sehr nach aufgewärmtem Rest. Zudem werden dunkel gehaltenes Interieur, hektische Schnitte und entnervtes Rumschreien als Spannung verkauft.
Hauptdarsteller Gordon Currie hat die Sympathien immer noch auf seiner Seite, allerdings bleibt ihm kaum mehr zu tun, als auf grüne Computer-Monitore zu starren und sich den entnervten Rumschreiern anzuschließen. In weiteren Rollen sind Duane Whitaker (‘Hobgoblins)’, Clu Gulager (’Return of the Living Dead’) und Nicholas Guest (’Nemesis’) zu sehen.

The Pupps are back in town... again.

Fazit: Zuviel alter Aufwasch, zuwenig Fez. Die Puppen bringen’s immer noch und als Randnotiz zum Vorgänger kann man ’Puppetmaster 5’ sicher mitnehmen. Eine wirkliche Daseinsberechtigung als Einzelwerk würde ich dem Streifen aber nicht attestieren.


Hudson