Porky’s Rache


‘The Pig Strikes Back!’


Originaltitel: Porky's Revenge (1985) Regie: James Komack
Drehbuch: Bob Clark & Ziggy Steinberg
Darsteller: Dan Monahan, Wyatt Knight, Tony Ganios FSK: 16


Guess who's back...

“Ich bin der Graf von Rammelshausen, ich lasse heut mein Schwänzlein sausen.“

Angel Springs Klamotten-Humor, die Dritte.
PeeWee, Meat (hieß mal Knüppel), Tommy, Billy, Mickey, Brian und Wendy stellen wieder allerlei Unfug auf ihrem Campus an, nur Tim hat sich verabschiedet. Und es fällt nicht schwer nachzuvollziehen, warum.
Schon in einer Traumsequenz zu Beginn, in der die Protagonisten ihr High School-Zeugnis in die Hand gedrückt bekommen, können sich die Darsteller (gestandene Mittdreißiger) selbst ein Lachen schon nicht mehr verkneifen. Es ist eigentlich an der Zeit, mit den Abi-Filmen abzuschließen und entweder andere Genres zu besuchen oder sich einfach einen vernünftigen Beruf zu suchen.
Okay, einer geht noch. Und damit der Titel ’Porkys Rache’ auch Sinn macht, holt man Fettbacke Porky aus Teil eins auch mit zurück ins Boot. Genauer gesagt in den Casino Dampfer, den er mittlerweile anstelle seiner Strip-Kaschemme von damals betreibt. Als Porky den Coach des Angel Springs Basketball-Teams erpresst, sind die Jungs und Mädels um Zwergnase PeeWee und ihre Pranks der Extraklasse ein letztes Mal gefragt…

“Dieser Film wurde übrigens inszeniert von der berühmten Regisseurin Olga Machslochuff aus Russland!“

Same shit, different film.

Ägyptische Zipfelgrippe, nerzbesetzte Pariser, handgeschäumte Spachtelmasse… ’Porkys Rache’ ist der krönende Abschluss einer an doofen Gags und klamottigen Zoten reichen Trilogie. Die Figuren sind so platt wie eh und je, ihre Darsteller werden immer älter (oder im Fall von Meat auch immer fetter), die Gags gehen unter Berücksichtigung eines gehobenen Alkoholpegels, Offenheit für Haudrauf- und Steckreinhumor und doofe Sprüche auch noch klar.
Highlight ist hier ein Subplot, in dem es darum geht, dass Meat kein Basketball mehr spielen darf, wenn er nicht die Biologieprüfung besteht und die Jungs bei der Bio-Paukerin einbrechen, um einen Test zu klauen und dabei Zeuge perverser Spielchen der Lehrerin mit dem Schulkaplan werden. Die Szene ist einfach zu absurd ist, als das man nicht drüber lachen könnte.

“Du kennst diesen Bengel?“
“Jaja, ich bin auf ihm geritten.“
“Du bist WAS?“
“So mag ich das am liebsten, Daddy!“

War wohl nur 'ne Frage der Zeit, bis die Jungs wieder blank ziehen.

’Porkys Rache’ ist schneller vorbei, als dass es irgendjemandem wirklich die Laune verderben könnte. Wenn am Ende ein Song namens ’High School Nights’ erklingt wird man fast ein bisschen sentimental und kann sich gut vorstellen, dass die Macher einfach Spaß hatten und vom Geist der sogenannten ’schönsten Zeit des Lebens’ beseelt, auch mit Mitte dreißig dem zahlenden Publikum gerne noch ein paar Ferkeleien mit auf den Weg geben. Sind wir mal nicht so pingelig. Ist doch nur ’ne olle High School-Sexklamotte.


Hudson