Porky's 2 - Der Tag danach


‘If you thought the night before was funny,
wait till you see the next day. ’


Originaltitel: Porky's II: The Next Day (1983) Regie: Bob Clark
Drehbuch: Roger Swaybill, Alan Ormsby & Bob Clark
Darsteller: Dan Monahan, Wyatt Knight, Mark Herrier FSK: 16


"Ey, PeeWee, was is’n das für ein Gefühl, eine flachgelegt zu haben?"
"Wie zweimal Schokoladeneis!"

Nerds & Schamottriesen
Ja, der PeeWee weiß seit dem Abspann von ’Porkys’ Bescheid, wie das so läuft mit den Miezen und Hasen und hat seither mit seiner Wendy alle Hände voll zu tun. Seine Kumpels Brian, Tim, Tommy, Meat und Mickey hecken derweil wieder allerlei Blödsinn aus. Aber auch für die Kultur muss etwas getan werden, also soll auf der Schulbühne ’Romeo und Julia’ aufgeführt werden. Das beschwört allerdings den Zorn des prüden Reverend Bubba Flavel herauf, der Shakespeare für Schweinkram hält und seine unterbelichteten Schäfchen (u.a. die abartige Sportlehrerin Mrs. Ballbricker) zu einem Kreuzzug gegen die Theatergruppe führt. Als auch noch der Ku Klux Klan mit seinen unlauteren Methoden gegen die Teilnahme des jungen Indianers Steve an der Aufführung vorgeht, platzt den Jungs der Kragen und die Pranks der groben Kelle haben wieder Hochkonjunktur...

"Die Braut hat ’nen starken Namen: Leichenlotte. Die macht die Nummer des Todes."

On the pork again
’Porkys 2’ trägt zwar den gleichen Namen wie sein Vorgänger, doch gibt es hier weitaus weniger zu lachen und Porky selbst (der fiese, fette Barbesitzer aus Teil eins) lässt sich auch nicht blicken. Aber ’Porkys’ war damals halt die Marke, hatte Frachtschiffe voller Geld eingespielt (und war bis vor ein paar Jahren der erfolgreichste kanadische Film aller Zeiten), da schert man sich nicht um Details. Dementsprechend ärmlich ist auch die eher episodenhafte Story, aber hey, das ist nichts, was wir nicht schon vom Original kennen würden.
Die Chose mit dem keifenden Bibelschwinger (die vor einigen Jahren schon wieder als astreine Satire hätte durchgehen können), der Probleme mit Shakespeares Unzüchtigkeit hat (jaja) wirkt ähnlich platt, wie die Integration des Ku Klux Klans in den Plot.
Darüber hinaus gibt’s die Kalauer, die sich schon in Teil eins "bewährt" haben. PeeWee wird mal wieder nackt gemacht, Mrs. Ballbricker kriegt eine Schlange ins Klo gespült (von unten nach oben) und die politische Führung von Angel Springs wird beim Porno-Kucken mit dem Mikro belauscht. Pranks soweit das Auge reicht. Die Figuren bleiben dabei allerdings noch mehr auf der Strecke, als bei ’Porkys’. Lediglich Dan Monahan als PeeWee, ohne Frage das Herzstück der Trilogie, bekommt einigermaßen brauchbares Material verpasst. Der Rest der Brigade wird vom Klamauk verschluckt.

"Man muss Erfahrungen sammeln. Weißt du, Erfahrungen fürs Leben um weiterzukommen."
"Ja, zum Beispiel wie man vor dicken Negern mit Macheten wegrennt."

Schon gut, ihr braucht das Fazit nicht zu lesen. Die Bilder hier tun's auch.

Fazit: Highschool-Klamotte reichlich doofer Machart, die Fans von Teil eins und ähnlichen Ferkelfilmchen gefallen könnte. Zwei Jahre später folgte ’Porkys 3’. Don’t hold your breath.


Hudson