Platoon - Ohne Rückkehr



Originaltitel: The Expendables (1988)
Regie: Cirio H. Santiago Drehbuch: Jack Sholder, Robert Shaye & Michael Harrpster
Darsteller: Anthony Finetti, Peter Nelson, Loren Haynes FSK: 18


“Wir treffen uns am Landeplatz!“
“Halt, wo willst du hin?“
“Ich muss dahinten ein Baby aus’m Feuer holen!“

"Oh, not another lousy Vietnam War Movie!"
"Shut up, filthy American Pig!"

Speckige Vietnam-Actioner gibt’s wie Sand am Meer, wie Bäume im Dschungel, wie Ameisen in… der Ameisenfarm, doch Vielfilmer (und Endzeit-Frontsau) Cirio H. Santiago ist das wumpe. Er produziert und produziert einfach weiter, was die Spule hergibt, ohne nach dem Weg zu fragen und ohne Rücksicht auf Verluste in Sachen Qualität.

’Platoon - Ohne Rückkehr’ (nicht zu verwechseln mit ’Platoon ohne Rückkehr’ oder ’Rückkehr - Nicht ohne mein Platoon’) handelt von einem schmutzigen Haufen Militär-Gefangener, die von Captain Rossella zusammengeschweißt werden müssen, um ein Himmelfahrtskommando nach dem anderen zu überstehen. Nachdem sie einen nord-vietnamesischen Oberst von der Straße gemopst haben, geht’s erst einmal in den Puff. Eine Kneipenschlägerei später sitzen auch alle schon im Cafe Viereck und bekommen mächtigen Anschiss vom Obersten Käse. Aller Stunk ist vergessen, als der Vietcong den Oberst zurückmopst und auch gleich vier Krankenschwestern mit einsackt. Jetzt müssen die ollen G.I.s zusammenhalten, den Dschungel roden und den dicken Oberst auf ein neues einsacken…

“Leider hat Gott seine Truppen mit Scheißhaus-Gewehren bewaffnet.“

"Und dann schleppten sie mich in ihre Unterwasser-Käfige
und zwangen mich 'Yellow Submarine' zu singen..."

Nennen wir den Murks einfach beim Namen: ’The Trashy Dozen’ ist ein routinierter C-Actioner, wie man ihn schon viel zu oft gesehen hat. Das heißt, wenn man ein Freund des Vietnam/P.O.W./Jungle War-Themas ist und zu hoffen wagt, mal wieder etwas brauchbares zu finden. Der Begriff ’brauchbar’ ist nicht völlig unzutreffend, jedoch beschränkt es sich hier auf das gute alte Dauerfeuer, das man auch aus Santiagos ’PA’-Dübeln kennt. Der Rest ergibt sich aus schwülstigem Heldenpathos, abgestandenen Dialogen und der simplen, wie sinnlosen Message: “Alle Heldentaten die wir gesehen haben, haben eines gemeinsam: Den Tod. Doch Tote haben noch nie Siege errungen.“

"U.S.A! U.S.A.!"

Fazit: Schnörkelloses Action-Gedöhns mit sehr viel Krach und ohne jegliche Finesse. Oder wie es der Bi-Ba-Butzemann sagen würde: Dicke Wummen, dünnes Spiel, wer hier glotzt der kriegt nicht viel.


Hudson