Panik in der Sierra Nova


‘For centuries they were hunted for bounty, fun and food... now it's their turn’


Originaltitel: Day of the Animals (1977) Regie: William Girdler
Drehbuch: Eleanor E. Norton & William W. Norton
Darsteller: Christopher George, Leslie Nielsen, Lynda Day George FSK: 16


Die Tiere sind los!

Und wer ist schuld?

Hilfe! 'ne Judo-Maus!
Natürlich der Mensch, der das Ozonloch schuf und somit die bösen, bösen UV-Strahlen auf die Erde ließ, welche nun die Tiere verrückt spielen lassen (insbesondere jene, die 1500 Metern über dem Meerespiegel residieren). Das bekommt auch die lustige Wandergruppe zu spüren, die bei einer Survival-Abenteuer-Tour durch die Sierra Nova mehr und mehr auf tierischen Widerstand trifft. Raubvögel umkreisen das Volk, Eulen stieren von ihren Ästen, Meister Petz ist schon ganz in der Nähe und auch ein paar Wölfe, Spinnen und Berglöwen haben die Witterung aufgenommen. Als Bergführer Steve versucht, seine Kunden (zerstrittenes Ehepaar, Nachrichtensprecherin, Mutter und Sohn, ein Professor, Indianer, zerschundener Ex-Footballer und fieser Werbefuzzi. Perfekte Mische, gelle?) aus dem Schlamassel zu schleusen, führt ein Zwist zum nächsten und spaltet die Gruppe schließlich. Auch in der Stadt lauern die reudigen Hunde vor dem Saloon und Ratten machen die Küchen unsicher. Der Ausnahmezustand wird ausgerufen und die immer kleiner werdende Gruppe in den Bergen merkt bald, dass sich die Sache mit dem Ozonloch nicht nur auf die Tiere auswirkt…

“Ich sage ihnen, das hängt mit dieser Ozongeschichte zusammen. Ich kann’s zwar nicht begründen, aber ich fühle es.“

Apporteure des Grauens
Na Mensch, warum Spinnen, Löwen, Wölfen, Schlangen und Vögeln einen eigenen Film spendieren, wenn die Viecher ganz prima in einen hinein passen. Schon im Jahr zuvor war Regisseuer William Girdler (’Der Manitou’) mit ’Grizzly’ ein Erfolg an den Kinokassen gelungen. Flugs schnappte er sich die halbe Cast jenes bärigen Schockers und schickte sie erneut in die Wildnis, um sich gegen oben erwähnte Biester zu behaupten. Und schon alleine die große Anzahl der potentiellen Bedrohungen muss man ’Day of the Animals’zu gute halten.
Neben einigen bekannten Gesichtern wie Leading Man Christopher George (’Exterminator’) und Richard Jaeckel (’Pat Garett & Billy the Kid’) bekommen wir hier auch Leslie Nielsen in einer Rolle als Schurke zu sehen, die irrwitzige Parallelen mit seinem ’Lt. Frank Drebin’ aus der ’Nackten Kanone’ vorweisen kann (Stichwort Sprüche!). Als gemeines Arschloch, das im Wahn (und oben ohne) mit einem ausgewachsenen Grizzly ringt, macht Nielson zwar keine schlechte Figur, jedoch wird die Entwicklung seiner Figur auf die Spitze und darüber hinaus getrieben.
Wunderschöne Naturaufnahmen, die gediegene Musik von Lalo Schiffrin und einige wahrlich biestige Thrills können leider nicht über das doofe Ende hinwegtäuschen, als das gesammelte Bestiarium plötzlich tot auf der Straße liegt und eine Stimme aus der Militär-Funke quäkt: “Das Amt für Umweltschutz berichtet, dass sich die Ozonschicht wieder zu stabilisieren beginnt. Die Viren, die das menschliche und tierische Verhalten so verheerend beeinflußt haben, sind unter normalen Bedingungen, wie sie jetzt herrschen, nicht lebensfähig.“

DIE VÖGELN!

Fazit: Tierhorror der überdurchschnittlichen Art. Wilde Bestien, kernige Cast, schwaches Finale. Der Rest ist Maul und Klauenfutter.

Hudson