Panik in New York


“The seas master beast of the ages- raging up from the bottom of time”


Originaltitel: The Beast From 20,000 Fathoms (1953)
Regie: Eugène Lourié Drehhbuch: Fred Freiberger
Darsteller: Paul Hubschmid, Paula Raymond, Cecil Kellaway FSK: 12


’Unternehmen Nordpol’, ein geheimes wissenschaftliches Experiment am Polarkreis, sprengt eine gewaltige Eismasse auf und befreit somit ein vorzeitliches Untier aus dem tausendjährigen Schlaf. Während der Geisteszustand von Professor Tom Nesbitt, der als einiziger das Wesen mit eigenen Augen erblickte, von Ärtzen und Psychologen angezweifelt wird, macht sich das Monster auf den Weg durch die Ozeane und vernascht ein Schiff nach dem anderen. Doch Nesbitt (Paul Hubschmied, ’Das Indische Grabmahl’) lässt sich nicht beirren und gemeinsam mit Prof. Elson (Cecil Kellaway, ’Mein Freund Harvey’) und seiner Assistentin (Paula Raymond, ’Die Nacht hat 1000 Augen’) macht er sich auf die Suche nach dem Wesen, das geradewegs die amerikanische Ostküste ansteuert, um auch noch ein paar Bissen vom ’Big Apple’ zu nehmen.

"Hallo? Geht's hier zum Fischmarkt?"

Ein Jahr bevor die Japaner ihre radiaoaktiv verseuchte Superechse 'Godzilla' auf die Menschheit losließen, erschuf Regisseur Eugène Lourié (ebenfalls für die Riesen-Monster Schmankerl ’Koloss von New York’ und ’Gorgo’ verantwortlich) mit Hilfe des großen Effekt-Zauberers und Königs der Stop-Mation Animation, Ray Harryhausen (’Kampf der Titanen’, ’Jason und die Argonauten’) einen Monsterfilm, dem (im Schatten des Kaiju Giganten, mit seinen etlichen Ablegern) viel zu wenig Beachtung geschenkt wurde.
Selbstverständlich ist weder Optik noch Technik zeitgemäß, aber irgendwie hat es immer etwas ’Majestätisches’, eine gelungene Stop-Motion Kreatur auf dem Bildschirm zu sehen. Auch wenn es zwischendrin ein paar alberne Szenen gibt, wie jene ’Unterwasser-Sequenz’, in der ein Hai mit einem Oktopus kämpft, was eindeutig in einem größeren Aquarium gefilmt wurde.
Nichtsdestostrotz ist das Biest prächtig in Szene gesetzt und um einiges furchteinflössender als Roland Emmerichs '98er CGI-Variante (ein Monster, dass er vielleicht ’Godzilla’ nannte, dessen Film aber eindeutig ein Re-Make von ’Panik in New York’ und nicht des japanischen Echsen-Erstlings ist).
Die Handlung des charmanten und für die frühen 50er ziemlich reisserischen Streifens basiert auf einer Kurzgeschichte von Science Fiction Meister Ray Bradbury (’Fahrenheit 451’) und unter den guten Darstellern ist sogar Western Ikone Lee van Cleef (’Sabata’) in einer Minirolle als Schütze zu sehen.

'Knusper, Knusper Knäuschen'

’Panik in New York’ ist ein wahrer Klassiker des Monsterfilms, der sich weder vor den zahlreichen ’Godzilla’ Inkarnationen, noch sonst einem Ungetüm verstecken muss.

Hudson