Class of Nuke 'Em High 2


‘Student Power Meets Nuclear power!’


Originaltitel: Class of Nuke 'Em High Part II: Subhumanoid Meltdown (1991)
Regie: Eric Louzil & Donald G. Jackson Drehbuch: Lloyd Kaufman, Eric Louzil, Carl Morano, Mark F. Roling, Jeffrey W. Sass & Matt Unger
Darsteller: Brick Bronsky, Roger Smith, Lisa Gaye, Leesa Rowland FSK: 18


Aahh: Troma, das Label mit dem ganz besonderen Trash-Aroma.
Wir erinnern uns: Schüler, Schleim und Klomonster beherrschten das Bild von Tromaville, New Jersey vor einiger Zeit, als das Atomkraftwerk Leck schlug und die Tromaville Highschool dank verseuchtem Gras zu einem Schmelztiegel von Sex, Gewalt und Schleimgebilden wurde.

Just another day in Tromaville
Wie toppt man dieses Potpourri von herrlich, dreckigem Quatsch? Ganz einfach, man startet Teil zwei mit Überwachungsstaat-Parallelen, wo Fascho-Soldaten regelmäßige Dekontaminations-Bestäubungen an potentiell verseuchten und natürlich nackten Schüler(inne)n vornehmen und ’Tromie the Nuclear Squirrel’, ein Eichhörnchen in Godzilla-Größe, das Tromaville und seine Citizen zu Klump latscht und vollkotzt.
Wie kam es dazu?
Nach einem Yeats-Zitat (ich glaub, ich spinne), folgt die alles erklärende Rückblende: Auf dem Gelände des Tromaville-Atomkraftwerks wurde die Technische Fakultät der Stadt neu errichtet. (“Wo jeder einen gesunden Geist in einem gesunden Körper hat, natürlich hinter einer Gasmaske.“) Man arbeitet Hand in Hand zusammen und zwar auf höchstgefährlichem Niveau! Prof. Holt züchtet im Keller des Instituts Subhumanoide (“Ich kreuzte einen Salamander mit einem Frisör.“). Diese Wesen, weder selbstständig denkend noch handlungsfähig, sind dazu prädestiniert, Aufgaben zu erfüllen, die normale Menschen nicht mögen: “Zum Beispiel Hemden bügeln und Fenster putzen!“
Außerdem sollen sie natürlich Millionen überbezahlte Arbeiter ersetzen, die in den Werken des Tromaverse angestellt sind. Ein heißer Plan, wenn ihr mich fragt!
Roger Smith, der Starreporter der ’Tromaville Times’ (er riecht streng und läuft in einem rosa Tanktop über den Campus), verliebt sich nach einem Test-F***k in die weibliche Subhumanoide Viktoria (hab ich erwähnt, dass sie anstelle eines Bauchnabels einen Mund haben?). Seine Probleme mit den Squirrels (einer fiesen Gang, die nur vor den kleinen frühreifen Rollerbladeboys Angst haben!!!) sind nichts im Vergleich mit dem Ärger, den ihm seine Recherchen bezüglich des Komp(l)ottes unter den Mauern des Instituts einbringen.

“Der große Durchbruch kam dann natürlich, als Frauen feststellten, dass sie es mit Gorillas machen können, ohne ihren Badeanzug ausziehen zu müssen.“

Ladies & Gentlemen:
Mister Brick Bronsky!
Wo für manche der Spaß aufhört, fängt er für andere erst an. Das war schon immer das Leitmotiv der Amitrasher von TROMA und genau das zeigt sich auch in ’Class of Nuke ’em High 2’. Überdrehtheit, Geschmacklosigkeit, Sex und Gewalt und natürlich SEX & GEWALT sind vorherrschend und der Spaß, den das bereitet ist schwerlich in Worte zu fassen.
Die Idee, die Hauptfigur als eine Art Nerd im Körper des blonden Football-Schönlings Brick Bronsky (der heißt wirklich so!) zu stecken ist grenzgenial, da brauch man sich auch nicht über die Troma-typische Dürftigkeit in Sachen Schauspiel mokieren.
Hier gibt es mehr zu bestaunen, als mit normaler Sehstärke verkraftbar ist.
Ein Cameo von Toxie darf genau so wenig fehlen, wie nackte Frauen in Tüten, sprechende Nager, Baby-Weitwurf, Stop-Motion-Monster, fette, halbnackte Rock-Idioten mit Ketten und Kettensägen und eine Titelzeile, die meint: “Heil, Heil Rock & Roll! Elvis and Hitler are Partners in Brazilian Fast Food Restaurant.“

Brundlefliege ihm sein Bruder

Was für manche Leute ein Grund zum Abschalten oder Erbrechen wäre, ist für magenstarke Zeitgenossen und (angehende) Troma-Fans ein Muss. Um es in den Worten des Filmes zu sagen: “Es war wie in einem schlechten ScienceFiction-Film, aber es war echt!“

Hudson